Im Coronajahr 2021 stiegen die Betriebskosten in privaten Wiener Mietshäusern gegenüber dem jahr davor um 1,3 Prozent auf 2,27 Euro netto pro Quadratmeter und Monat.
Die Erhöhung lag deutlich unter der Inflation von damals 2,8 Prozent. Für eine 70-Quadratmeter-Wohnung waren im Schnitt zusätzlich zur Miete 159 Euro für Dienstleistungen wie Reinigung, Versicherung, Wasser/Abwasser, Verwaltung, Müllabfuhr zu zahlen, wie die Mietervereinigung am Dienstag mitteilte.
Wien.
Aufgrund laufender Überprüfungen für Mitglieder gewinne die
Mietervereinigung Österreichs (MVÖ) genaue Einblicke in die Abrechnungen
und könne einen repräsentativen Durchschnittswert ermitteln. Der
Datenbestand aus dem Jahr 2021 liege nun als Betriebskostenspiegel vor.
Im
abgelaufenen Jahr dürfte die Erhöhung angesichts der hochfliegenden
Inflation wesentlich kräftiger ausgefallen sein. "Vor dem Hintergrund
der extremen Teuerung ist bei der Betriebskostenabrechnung 2022, die bis
30. Juni 2023 gelegt werden musste, mit starken Steigerungen und oder
Nachzahlungen zu rechnen", erwartet die Mietervereinigung und empfiehlt,
die Abrechnungen überprüfen zu lassen. Für Mitglieder der MVÖ sei die
Überprüfung der Betriebskostenabrechnungen kostenfrei.
Der Betriebskostenspiegel der Mietervereinigung wird jährlich präsentiert und bezieht sich jeweils auf das vorletzte Jahr.