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Opel-Werk in Wien-Aspern wird geschlossen: 300 Mitarbeiter betroffen

28-06-2023, 14:49

Das Anfang der 1980er-Jahre gegründete Opel-Werk in Wien-Aspern wird bald endgültig geschlossen. 300 Jobs sind davon betroffen.

Betreiber Stellantis sieht für das ehemalige General-Motors-Werk, in dem derzeit noch rund 300 Mitarbeiter und Mitarbeiterinnen mit der Getriebefertigung beschäftigt sind, keine Zukunft. Für die Beschäftigten soll in den kommenden Wochen ein umfassender Sozialplan ausgearbeitet werden, gab Stellantis am Mittwoch bekannt.

Stellantis schließt Opel-Werk in Wien-Aspern

"Es gibt noch keinen Termin für ein Produktionsende, jetzt beginnen die Gespräche mit den Betriebsräten", hieß es aus dem Unternehmen zur APA. Der Prozess werde mehrere Monate dauern. Für die Beschäftigen werde ein Job-Center eingerichtet, das Hilfe bei einem Wechsel des Arbeitsplatzes, einschließlich Optionen innerhalb des Konzerns, bieten soll. Stellantis hat abgesehen von dem Werk in Wien-Aspern keine anderen Produktionsstandorte in Österreich. Im Vertrieb sind hierzulande rund 250 bis 300 Personen beschäftigt.

Zukunft für Opel-Werk in Wien-Aspern nicht gegeben

Im Zusammenhang mit dem gravierenden Wandel in der Automobilindustrie hin zur Elektromobilität seien die Voraussetzungen für eine nachhaltige Zukunft des Werks Aspern nicht gegeben, so Stellantis laut einer Mitteilung. In Aspern werden derzeit noch 6-Gang-Schaltgetriebe für Verbrennungsmotoren hergestellt. Stellantis will die Getriebeproduktion auf Valenciennes (Frankreich) fokussieren.

Was mit dem österreichischen Werk nach seinem Ende passiert, ist noch nicht klar. Grundstückseigentümer ist die Bundesimmobiliengesellschaft (BIG). Das Betriebsgebiet umfasst rund 600.000 Quadratmeter.

(APA/Red)

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