Weil sie Geld im großen Stil gefälscht hatten, sitzt ein Trio aus der Türkei in Wien in Haft.
Aus der Türkei stammten jene US-Dollar-Blüten, die zwei Männern mittlerweile Verurteilungen in Wien eingebracht haben. Ein dritter Beschuldigter wurde nach Angaben der Landespolizeidirektion Niederösterreich vom Mittwoch vor wenigen Tagen im Bezirk Baden festgenommen. Scheine im Nennwert von 25.000 Dollar sind sichergestellt worden.
Beamte des Landeskriminalamtes Niederösterreich (Betrug) und des Bundeskriminalamtes hatte einen 30- und einen 57-Jährigen, beide aus Wien, sowie einen 65-jährigen türkischen Staatsbürger mit Wohnsitz im Bezirk Baden ausgeforscht. Den Männern wurde zur Last gelegt, US-Dollar-Falsifikate aus der Türkei nach Österreich gebracht zu haben, um die Scheine zu 50 Prozent des Nominalwertes zu verkaufen.
Die beiden Wiener
wurden laut Polizei bereits am 23. März auf frischer Tat ertappt, als
sie 250 Stück gefälschte Noten zu je 100 Dollar an einen
Kaufinteressenten übergaben. Das Duo wurde in die Justizanstalt Wien-Josefstadt
eingeliefert. Der 57-Jährige habe als Initiator der Geldübergabe
fungiert, der 30-Jährige als Kurier des Falschgeldes von Istanbul nach
Österreich. Bei der Hauptverhandlung vergangene Woche wurde der Ältere
zu 30 Monaten, der Jüngere zu 20 Monaten unbedingter Haft rechtskräftig
verurteilt, so die Landespolizeidirektion Niederösterreich.
Der
65-Jährige soll als Hintermann fungiert und die gefälschten Scheine in
der Türkei organisiert haben. Eine Festnahmeanordnung der
Staatsanwaltschaft Wien
wurde vergangene Woche von Ermittlern des Landeskriminalamtes
Niederösterreich und des Koordinierten Kriminaldienstes des Bezirks
Baden vollzogen. Dabei ist auch ein Diebstahl einer Uhr vom 15. Juni in
der Kurstadt geklärt worden. Der nicht geständige 65-Jährige ist in die
Justizanstalt Wien-Josefstadt eingeliefert worden.