Aktivisten der "Letzten Generation" bremsten den Wiener Morgenverkehr mit einem "Protestmarsch im Schneckentempo" am Wiener Opernring aus.
Am Wiener Opernring haben Menschen der Letzten Generation einen Protestmarsch im Schneckentempo begonnen und so den Morgenverkehr ausgebremst. Die Aktivisten sehen sich, laut einer Aussendung, zum friedlichen Widerstand gezwungen, weil Nehammer und Kogler die wissenschaftlichen Warnungen vor einer Klimakatastrophe weiter ignorieren. Als Schutzmaßnahmen fordert die "Letzte Generation" ein Verbot neuer Öl- und Gasbohrungen und Tempo 100 auf der Autobahn.
Aus Solidarität beteiligt sich Dr. Julia Göd, Fachärztin für Psychiatrie, am Protest. Sie unterstütze die Forderungen der Letzten Generation, denn Die Wiener Ärztekammer erklärt sich in einer Resolution solidarisch mit den Zielen der Klimabewegung: „Die Klimaaktivistinnen und -aktivisten erinnern uns als Bevölkerung ebenso wie die Bundesregierung auf möglicherweise ‚störende‘, aber immer friedliche und gewaltfreie Art und Weise, die selbst gesetzten und absolut notwendigen Klimaziele einzuhalten und umzusetzen“, heißt es in der Resolution. Als Ärztinnen und Ärzte erkenne man im Klimaschutz die entsprechende gesundheitspolitische Verantwortung. Aufgabe der Ärzteschaft sei es, Menschenleben zu schützen, und dafür brauche es ernsthafte Klimaschutzmaßnahmen. „Wir haben keine Zeit zu verlieren“, so der dringende Appell der Ärztekammer.