Im Rahmen des Radwegeausbauprogramms 2023 wird die Pfeilgasse in Wien-Josefstadt zur klimafitten Fahrradstraße ausgebaut.
Das Projekt in Wien-Josefstadt steht auf der Tagesordnung des nächsten Mobilitätsausschusses kommenden Mittwoch. Die Umgestaltung des Abschnitts vom Lerchenfelder Gürtel bis zur Strozzigasse in Wien ist für heuer geplant. Im nächsten Jahr folgt die Umgestaltung von der Strozzigasse bis zur sogenannten 2er-Linie.
Stadt Wien gestaltet durchgängige Rad-Verbindung im 8. Bezirk – Begrünung, Cooling und mehr Platz für die Menschen
©MA28/Christian Fürthner
Pfeilgasse in Wien-Josefstadt ist wichtige Radverbindung
"Die Pfeilgasse ist eine wichtige Radverbindung von der City in den Westen Wiens. Über 500.000 Radfahrende wurden hier im Jahr 2022 gezählt. Durch die Umgestaltung und Aufwertung zur Fahrradstraße machen wir die Strecke sicherer und komfortabler. Mit neuen Bäumen und Grünflächen wird die Straße auch für Anrainer*innen attraktiver. Wie schön das wird, kann man jetzt schon im Schulumfeld in der Pfeilgasse sehen, die blühenden Pflanzbeete sind eine wahre Augenweide. Es gibt Platz für die Fußgänger*innen und das Radeln ist dort viel angenehmer geworden", zeigt sich Planungs- und Mobilitätsstadträtin Ulli Sima begeistert von der Umgestaltung.
Bereits im Vorjahr wurde gemeinsam mit dem Bezirk
unter dem Motto "Raus aus dem Asphalt" der Vorplatz der Schule in der
Pfeilgasse samt Lisette-Model-Platz umgestaltet und klimafit gemacht:
Aus einem Lehrer-Parkplatz wurde eine coole Freifläche für Jung &
Alt mit Bäumen, bunten Sitzgelegenheiten, Großsträuchern. Insgesamt
sechs neue Grünflächen mit bunten Blumen sowie ein Wasserspiel mit
Bodenfontänen sorgen nun für mehr Schatten und Kühlung rund um die
Schule.
Radweg in der Pfeilgasse im Schulvorfeld wurde bereits adaptiert
Der Radweg im Schulvorfeld wurde im Zuge der
Platzgestaltung bereits adaptiert und bietet nun mehr Sicherheit für
Zufußgehende und Radfahrer*innen. Der drei Meter breite
Zwei-Richtungs-Radweg wurde so ausgeführt, dass ausreichend Abstand zum
Gehweg bleibt, der an der nördlichen Seite der Pfeilgasse zur Schule
führt. Nun folgt der nächste Schritt der Fahrradstraße vom Gürtel bis
zur Strozzigasse. Baustart ist voraussichtlich im September, die
Fertigstellung der Radinfrastruktur ist bis Jahresende geplant.
"Fahrradstraße
heißt, dass sich Radfahrer*innen und Autolenker*innen diese Straße
teilen. Radfahrende dürfen hier auch nebeneinander fahren", beschreibt
Martin Blum, Radverkehrsbeauftragter der Stadt Wien, die rechtlichen Rahmenbedingungen.
(c) ZOOMVP/Mobilitätsagentur
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Teil 1: Vorrang für Radler vom Wiener Gürtel bis zur Strozzigasse
Bei der Umgestaltung der Wiener Pfeilgasse wird der Abschnitt zwischen Gürtel und Blindengasse sogar gänzlich autofrei gestaltet und steht künftig ganz den noch Zufußgehenden und Radfahrer*innen zur Verfügung. Im Abschnitt zwischen Blindengasse und Albertgasse werden die Gehsteige neu gepflastert und neue Mikrofreiräume geschaffen. Die Gestaltung orientiert sich am bereits fertiggestellten Lisette-Model-Platz. 2023 wird auch der Abschnitt zwischen Lerchengasse und Strozzigasse zur Fahrradstraße ausgebaut. Radfahrende werden auf der neuen Fahrradstraße in diesem Abschnitt in beide Richtungen unterwegs sein, KFZ-Lenker*innen dürfen wie bisher nur stadteinwärts fahren.
Zugleich sollen alle im Grätzl von mehr Begrünung im Straßenraum, mehr Platz für das Zu-Fuß-Gehen und mehr Aufenthaltsqualität profitieren. 16 zusätzliche Bäume sorgen für mehr Grün, im gesamten Projekt sind sogar rund 30 neue Bäume vorgesehen. Die klimafitte Neugestaltung der Pfeilgasse wird außerdem durch helle Oberflächen und zusätzliche Trinkbrunnen ergänzt. So steigt auch für die Fußgänger*innen und Anrainer*innen die Aufenthaltsqualität in der dicht verbauten Josefstadt. 2024 folgt dann Teil 2 der Umgestaltung ab der Strozzigasse - entlang von Zeltgasse und Josefsgasse - bis zur sogenannten 2er-Linie.