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"Letzte Generation" erneut mit Klimaprotesten in Wien

11-05-2023, 09:16

Auch am Donnerstag haben die Klimaaktivisten der "Letzten Generation" den Frühverkehr in Wien mit Protestaktionen gestört.

Die Klimaaktivisten der "Letzten Generation" klebten sich bei Protestaktionen in Wien am Donnerstag an drei Stellen fest. Die Blockaden waren gegen 9.00 Uhr laut Landespolizeidirektion schon wieder "so gut wie beendet".

Klimaproteste der "Letzten Generation" nach Todesfall in Wien

Nicht angemeldete Versammlungen gab es nach Angaben der Polizei bei der Schüttelstraße im Bereich Franzensbrücke in der Leopoldstadt, am Inneren Mariahilfer Gürtel auf der Höhe Westbahnhof in Rudolfsheim-Fünfhaus und auf der Donaukanalstraße auf der Höhe der Müllverbrennungsanlage Spittelau im Bezirk Alsergrund. Die Aktionen am Donnerstag starteten wie jene am Mittwoch am Verteilerkreis Favoriten gegen 8.00 Uhr.

"Letzte Generation" spricht Angehörigen nach Todesfall Mitgefühl aus

Am Mittwoch sollen die Aktivisten der "Letzten Generation" laut Polizei ein Rettungsfahrzeug auf dem Weg zu einem Reanimationseinsatz in Niederösterreich blockiert haben. Der Patient starb trotz der Bemühungen von Einsatzkräften eines Notarzthubschraubers. Die Wiener Berufsrettung bestätigte am Mittwoch die Angaben der Exekutive. Die "Letzte Generation" hielt in einem Statement jedoch fest, dass sich der gestrige Protest "primär auf den von Süden kommenden Verkehr" ausgewirkt hätte, während der Rettungswagen in die Gegenrichtung unterwegs gewesen sei. Eine Abbiegespur sei von Anfang an freigelassen worden, sodass Fahrzeuge den Kreisverkehr verlassen konnten. "Der Verstorbene - unser Mitgefühl gilt den Angehörigen - wurde vor Ort bereits von Einsatzkräften eines Notarzthubschraubers versorgt und noch vor Protestbeginn für tot erklärt", hieß es weiter.

ÖVP Wien fordert Änderung bei Versammlungsrecht

Der Wiener ÖVP-Chef Karl Mahrer forderte noch am Mittwoch Konsequenzen. "Es braucht eine Änderung des Versammlungsgesetzes und Freiheitsstrafen für mutwilliges Blockieren von Einsatzfahrzeugen", so Mahrer. Mit dem Blockieren von Rettungsfahrzeugen hätten die Klimaaktivistinnen und -aktivisten die letzte Grenze überschritten.

Die "Letzte Generation" ruft die Bundesregierung seit langem auf, sofort wirksame Maßnahmen zum Schutz des Klimas zu setzen. Dazu gehören Tempo 100 auf der Autobahn und der Stopp neuer Öl- und Gasbohrungen.

(APA/Red)

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