Vienna Shorts wartet bei seinem 20-jährigem Jubiläum in Wien mit 340 Filmen aus 58 Ländern auf.
Die Kurzfilmschau, die heuer von 1. bis 6. Juni stattfindet, geht an sechs Standorten über die Bühne, wobei die Bandbreite vom klassischen Kinosaal über den Filmgenuss unter freiem Himmel bis zum mit Leinwand versehenen Lkw reicht. Das Preisgeld im Wettbewerb wurde auf knapp 30.000 Euro erhöht, während sich das Publikum bis 20 Jahre über freien Eintritt freuen darf.
"Was hier in den vergangenen 20 Jahren entstand, ist eine fast surreale Erfolgsgeschichte", blickt das Leitungsduo Doris Bauer und Daniel Hadenius-Ebner auf den Werdegang des 2004 erstmals ausgerichteten Festivals zurück. Dafür sei "viel harte Arbeit und ein großartiges Team" notwendig gewesen. Feiern wolle man nun mit der gesamten Stadt, wobei das Festivalzentrum im Wiener Museumsquartier laut Presseunterlagen als zentrale Anlaufstelle diene. Am Areal findet sich auch das Milieukino, der zum mobilen Kino umgebaute Truck, der etwa Schauplatz für die politischen Programme wird. Ebenfalls im MQ sind fünf Open-Air-Abende angesetzt.
Als Motto wurde für die Jubiläumsausgabe "Just A
Moment, Please!" gewählt. "Wir wollen den Blick auf das Wesentliche
schärfen und kurz Luft holen, bevor wir uns wieder der Welt um uns herum
aussetzen", so Bauer und Hadenius-Ebner. Einem gesellschaftspolitischen
Ansatz folgt vor diesem Hintergrund die Reihe "Aktuelle Anmerkungen",
während sich die Fokusprogramme der Momentaufnahme aus bild- und
filmhistorischer Sicht widmen. Insgesamt wurden mehr als 90
Einzelprogramme zusammengestellt. Als Porträtgäste konnten wiederum das
US-Künstlerduo Kevin J. Everson und Claudrena N. Harold sowie die
heimischen Filmemacherin Christiana Perschon gewonnen werden. Ihnen sind
Personalen gewidmet.
Neben der von der Stadt Wien unterstützten
Jubiläumsaktion, bei der die Programme allen Besucherinnen und Besuchern
bis 20 Jahre bei freiem Eintritt zugänglich sind, wurden auch die
Kinder- und Jugendschienen ausgebaut. So gibt es "Kurze Filme gegen
lange Weile" für Kinder ab vier Jahren, zwei Schulprogramme und zwei
weitere Programme für das Publikum ab 16 Jahren. In den vier
Wettbewerben konkurrieren insgesamt 95 Filme, darunter Arbeiten von
Siegried A. Fruhauf, Billy Roisz, Jan Soldat oder Joseph Pierce. Über
die Gewinner entscheidet je Wettbewerbsschiene eine dreiköpfige Jury.
Gefeiert wird natürlich auch ausgiebig: Einerseits haben 20 Wegbegleiter des Festivals ebensoviele Filme vergangener Ausgaben ausgewählt, von denen drei pro Woche bis zum Start kostenlos im Filmportal und der App abrufbar sind. Neben dem Festivalauftakt am 1. Juni im Gartenbaukino sowie den Programmpunkten in der Hauptspielstätte Stadtkino im Künstlerhaus wird am 6. Juni zur Geburtstagsparty ins Flucc geladen. Musikalisch wird es bereits zuvor am 3. Juni bei der Verleihung des 11. Österreichischen Musikvideopreises sowie einem Konzert von W1ZE im Metro Kinokulturhaus.