Beim 10. Wings for Live World Run in der Wiener Innenstadt nahmen 206.728 Menschen teil. Das ist ein neuer Rekord.
Pünktlich um 13 Uhr viel am Sonntag der Startschuss für den . Mit weltweit insgesamt 206.728 registrierten Teilnehmern übertraf das globale Charity-Event zur Jubiläumsausgabe in der Wiener Innenstadt seinen eigenen Rekord als größtes Laufsport-Event der Welt. 52.303 Starter zählt der Lauf zugunsten der Rückenmarksforschung in ganz Österreich – 13.500 davon schlossen sich dem ausverkauften Flagship Run in Wien an. Für einen Gänsehautmoment sorgte der querschnittsgelähmte Ex-Skispringer Lukas Müller, indem er die Startlinie erstmals laufend überquerte.
Neuer Teilnehmer-Rekord beim Wings for Live World Run in Wien
Um 13.00 Uhr (MESZ) ertönte rund um den Globus das Signal zum Spendenlauf für die Wings for Life Stiftung und stellte in diesem Augenblick seinen eigenen Rekord ein: Noch nie sind so viele Menschen gleichzeitig bei einer Laufveranstaltung auf der Strecke gewesen. 206.728 registrierte Teilnehmer aus 192 Nationen in 158 Ländern, davon 52.303 in Österreich, laufen heute beim 10. Wings for Life World Run für die, die es selbst nicht können. Auch zahlreiche heimische Sportstars wie Marcel Hirscher, Lisa Hauser, Johannes Lamparter, Nico Langmann, Christian Schiester, Matthias Walkner, Benjamin Karl sowie Andi Goldberger undThomas Morgenstern geben für die gute Sache alles, um so viele Kilometer und Spenden wie möglich für die Rückenmarksforschung zu generieren.
©Ulrich Aydt / Wings for Life World Run
Wichtige Schritte bei Heilung von Rückenmarksverletzungen
„Heute laufen über 200.000 Menschen auf der ganzen Welt
für unsere Sache – das ist überwältigend. Ich möchte mich bei jedem Einzelnen,
der heute zusammen mit uns läuft, walkt oder rollt auf das Herzlichste
bedanken“, freute sich Anita Gerhardter, CEO der Wings for Life Stiftung über
den neuen Rekord an registrierten Teilnehmern bei der 10. Ausgabe des Wings for
Life World Runs. „In den vergangenen Jahren haben wir bereits große Schritte in
Richtung Heilung von Rückenmarksverletzungen gemacht. Und dank der heutigen
Teilnehmer können wir brillante Forschungsprojekte und -ansätze auf ihrem Weg
unterstützen.“
Magischer Moment am Start mit Ex-Skispringer Lukas Müller
Es war sicherlich einer der emotionalsten Momente des 10.
Wings for Life World Run – und ein weltweites Zeichen der Hoffnung: Der
Kärntner Lukas Müller demonstrierte eindrucksvoll, wofür tausende Teilnehmer
heute beim Wings for Life World Run an den Start gehen und überrascht seinen
Team-Kollegen Thomas Morgenstern und Stiftungsleiterin Anita Gerhardter an der
Startlinie des Flagship Run Wien. Wenige Augenblicke vor dem Start stand der
seit 2016 inkomplett querschnittsgelähmte Ex-Skispringer aus dem Rollstuhl auf
und nahm erstmals laufend teil. Er schaffte sensationelle 2,35 Kilometer, bevor
ihn das Catcher Car mit Olympiasiegerin Anna Gasser am Steuer einholte. „Ich
bin komplett sprachlos“, sagte Lukas Müller. „Ich bin komplett fertig, es fühlt
sich für mich an, als wäre ich einen Ironman gelaufen. Ich wollte der Welt
zeigen, was alles möglich ist und warum es so wichtig ist, dass es Wings for
Life und den Wings for Life World Run gibt.“
©Philipp Carl Riedl for Wings for Life World Run
Lukas Müller steht mit seiner Entwicklung beispielhaft für
die optimale Versorgungskette innerhalb der ersten 24 Stunden nach einer
Rückenmarksverletzung – eines der vielen Themen, mit denen sich die Stiftung
Wings for Life beschäftigt.
©Philip Platzer for Wings for Life World Run
Gemeinsam durch die Wiener Innenstadt
13.500 registrierte Teilnehmer sorgten beim ausverkauften
Flagship Run in Wien am Rathausplatz für Gänsehautmomente: Vom Start auf der
Ringstraße zwischen Rathaus und Burgtheater führt der Wings for Life World Run
Richtung Wiener Staatsoper vorbei an zahlreichen historischen Gebäuden der
Altstadt und schlängelt sich quer durch die verschiedenen Wiener
Gemeindebezirke. Über die Donauinsel geht es für die Topläufer schließlich aus
der Stadt hinaus bis nach Tulln. 30 Minuten nach dem Start nahm das Catcher Car
als mobile Ziellinie mit Olympiasiegerin Anna Gasser und Paralympics-Legende
Reini Sampl am Steuer die Verfolgung auf und holte bereits die ersten Läufer
und Rollstuhlfahrer ein.
©Ulrich Aydt / Wings for Life World Run
Individuell mitlaufen mit der App
Mit der App nehmen Läufer und Rollstuhlfahrer weltweit individuell teil oder starten Seite an Seite bei insgesamt 246 weltweit organisierten App Run Events, 41 davon in ganz Österreich. Sie alle sind durch die Wings for Life World Run App miteinander verbunden, die mit der Audio Experience und dem virtuellen Catcher Car für Unterhaltung und Motivation bei den Teilnehmern sorgt. In Österreich schlüpften Ö3-Wecker-Moderatorin Gabi Hiller und Schauspiel-Star Gregor Bloéb in ihrer unnachahmlichen Art in die Rollen der Motivatorin und des virtuellen Catcher Cars und feueen die Teilnehmer am heutigen Renntag an, bis sie eingeholt wurden.