Der Verein gegen Tierfabriken (VGT) erinnerte, anlässlich der Osterfeiern, mit einer Kreuzweg-Aktion am Wiener Stephansplatz am Mittwoch an das Tierleid von Hun, Schwein und Rind in Österreich.
Dabei trugen Aktivist:innen mit Masken der 3 Tiere jeweils ein Kreuz, an das sie schließlich gebunden wurden. Der Kreuzweg am Wiener Stephansplatz fand vor Fotos aus den Aufdeckungen des VGT der letzten Monate statt. Diese zeigten die Zustände in Hühnermastanlagen und im Hühnerschlachthof, die toten und verletzten Schweine auf strohlosem Vollspaltenboden und die Stiermast im Gedränge auf Betonvollspalten.
"Alles eine industrielle Tierhaltung, die von einer großen Mehrheit der Bevölkerung abgelehnt wird. Doch jede Änderung wird von den Verantwortlichen mit allen Mitteln verhindert. Lieber will man den VGT kriminalisieren oder in Grund und Boden klagen, als den Tieren zu helfen. Bis auf Weiteres müssen Huhn, Schwein und Rind also ihr vom Menschen zugefügtes Los tragen.", schrieb der VGT am Mittwoch in seiner Aussendung zu der Kreuzweg-Aktion.
VGT-Obmann Martin Balluch äußerte sich dazu in einer Aussendung: "Die industrielle Tierhaltung war ein Kind der Aufbruchszeit nach dem Zweiten Weltkrieg. Im Dritten Reich vollkommen zerstört, musste sich die Tierschutzbewegung erst neu bilden, und so wurden Tierfabriken ohne jeden Widerstand als zukunftsweisende Massenproduktion mit Billigpreisen gebaut." Es sei nun die große Aufgabe unserer Zeit diese "Altlasten" abzubauen, so Balluch.