Es werden rund 556.000 Haushalte sein, für die die automatische Auszahlung des Wiener Energiebonus 23 ohne vorangehendes Ansuchen erfolgen wird, schreibt die Stadt Wien in einer Aussendung.
Die Frist für die Ansuchen für den Wiener Energiebonus 22 ist mit 31. März 2022 zu Ende gegangen und die Stadt Wien zieht eine positive Bilanz. Auch für das Jahr 2023 soll es in Wien einen geben. Das zentrale Ziel dieser Unterstützungsleistung wurde erreicht: Rund zwei Drittel aller Wiener Haushalte wurden rasch und unbürokratisch mit je 200 Euro unterstützt.
Startschuss für den Wiener Energiebonus 2023 der Stadt Wien
"Wir unterstützen die Wienerinnen und Wiener, solange es notwendig ist. Das haben wir immer gesagt. Wenn man sich den Warenkorb ansieht, auf dessen Basis die Inflation berechnet wird, sind besonders die Kosten für Energie, Wohnen und Lebensmittel gestiegen.", so Sozialstadtrat Peter Hacker.
Stadt Wien zieht positive Bilanz zum Energiebonus 2022
634.621 Ansuchen sind bis zum 31. März 2021 bei der Stadt Wien
eingelangt. Davon wurden 632.767 Ansuchen bereits positiv erledigt und
der Energiebonus bereits überwiesen. 1.518 Ansuchen wurden abgelehnt.
Bei 204 Ansuchen müssen noch Unterlagen nachgereicht werden und 132
Ansuchen sind aktuell noch in Bearbeitung. Die Überweisung des
Energiebonus erfolgte im Schnitt innerhalb von 4 Tagen nach Stellung des
Ansuchens. Die drei stärksten Tage mit den meisten Ansuchen waren der
14.12.2022 (48.000 Ansuchen), der 15.12.2022 (37.743 Ansuchen) und der
13.12.2022 (30.104 Ansuchen).
Auszahlung des Energiebonus 2023 für rund 556.000 Haushalte
Zur Unterstützung bei der Bewältigung der weiterhin hohen Energie- und Wohnkosten erhalten Wiener
Haushalte nun eine weitere Förderung in Höhe von 200 Euro. Die
Zielgruppe bleibt gleich: Ein-Personen-Haushalte mit einem
Jahres-Bruttoeinkommen 2021 bis zu 40.000 Euro und
Mehr-Personen-Haushalte mit einem Jahres-Bruttoeinkommen 2021 bis zu
100.000 Euro - rund 650.000 Haushalte, für die erneut 130 Millionen Euro
zur Verfügung stehen.
Es werden rund 556.000 Haushalte sein, für die die automatische Auszahlung des Wiener Energiebonus 23 ohne vorangehendes Ansuchen erfolgen wird. Das sind jene Personen, die bereits den Wiener
Energiebonus 22 bis zum 25. März 2023 angesucht haben und in deren
Haushalten es zu keinen relevanten Änderungen kam. Sie werden bereits in
den nächsten Tagen einen Brief der Stadt Wien erhalten, in dem sie über die automatische Auszahlung informiert werden. Der Wiener Energiebonus 23 wird dann an die zuletzt angegebene Bankverbindung angewiesen oder erneut per Postanweisung ausbezahlt.
Online-Ansuchen für Energiebonus Wien 2023 ab 17. April möglich
Jene Personen, die keine automatische Auszahlung des Wiener Energiebonus 23 erhalten, weil sie zum Beispiel erst kürzlich aus einem anderen Bundesland nach Wien zugezogen sind, können ein Ansuchen stellen. Diese Personen werden darüber - analog zum Wiener Energiebonus 22 - per Brief inklusive individuellem Passwort für das Online-Ansuchen informiert. Das Online-Ansuchen für den Wiener Energiebonus 23 kann ab 17. April 2023 gestellt werden.
Vor-Ort-Unterstützung auch bei Ansuchen für den Energiebonus 23
Für nicht-computeraffine Personen kann das Online-Ansuchen eine Herausforderung sein. Darum hat die Stadt Wien
bereits beim Energiebonus 22 zahlreiche physische
Unterstützungsangebote geschaffen, bei denen man sich persönlich beraten
lassen und auch gleich ein Ansuchen stellen konnte.
Auch für den Wiener Energiebonus 23 sind wieder umfangreiche Unterstützungsangebote geplant. Eine vollständige Liste der Kontaktadressen wird online und auch telefonisch über das Servicetelefon unter +43 1 4000 8040 zur Verfügung stehen.
euerung betrifft Menschen mit geringen Einkommen stark
Wienerinnen und Wiener,
die im untersten Einkommens-Zehntel liegen, geben 57 Prozent ihres
verfügbaren Netto-Haushaltseinkommens für Wohnen und Energie (36%) und
Lebensmittel (21%) aus. Im obersten Einkommens-Zehntel sind es 31
Prozent (19% Wohnen und Energie, 12% Lebensmittel). Das heißt, dass die
untersten Einkommen von Preisschwankungen in diesen Bereichen besonders
getroffen sind.
Wenn man sich die Inflationsentwicklung im
untersten und im obersten Einkommenssegment ansieht, zeigt sich ein
signifikanter Unterschied: Während die allgemeine Inflation per Jänner
2023 um 11,2% gestiegen ist, ist sie im untersten Einkommenssegment
überdurchschnittlich um 12,9% und im obersten Segment
unterdurchschnittlich um 10,6% gestiegen. Die Inflation bei Wohnen und
Energie liegt bei 19,3% und bei Lebensmitteln bei 17,0%. Diese Werte
sind sehr hoch und treffen die untersten Einkommen am stärksten, weil
sie den Großteil ihres Einkommens für ebendiese Bereiche ausgeben.
Auswirkungen auf die geringsten Einkommen sind drastisch
Die inflationsbedingten Mehrausgaben machen im untersten Einkommenszehntel 14,1 Prozent des gesamten verfügbaren Netto-Haushaltseinkommens aus, während das im obersten Einkommenszehntel nur 4,9% sind. Wenn man sich das unterste Einkommenszehntel ansieht, dann decken Energiebonus 22, Energiebonus 23 und der Wohnbonus 23 mit insgesamt 600 Euro rund 42 Prozent ebendieser inflationsbedingten Mehrausgaben ab, die durch Unterstützungsangebote der Stadt Wien gestemmt werden.
Ermittlung der Einkommensgrenzen für den Energiebonus
Die
Einkommensgrenzen (Ein-Personen-Haushalte mit einem
Jahres-Bruttoeinkommen bis zu 40.000 Euro und Mehr-Personen-Haushalte
mit einem Jahres-Bruttoeinkommen bis zu 100.000 Euro) wurden bewusst so
gezogen, um bis weit in den Mittelstand hineinzuwirken und gleichzeitig
treffsicher zu sein. Die hohe Inanspruchnahme beim Wiener Energiebonus zeigt, dass Zielgruppe und Ansuchen dieser Leistung dem Unterstützungsbedarf der Wienerinnen und Wiener entsprechen. Um die Leistung zeitnah an die Wienerinnen und Wiener
auszahlen zu können, wurde ein einfaches Zwei-Stufen-Modell gewählt,
das zum einen Ein-Personen-Haushalte umfasst und zum anderen
Mehr-Personen-Haushalte mit mindestens zwei Personen mit einem
Hauptwohnsitz an einer Meldeadresse. Die Einkommensgrenze bei den
Mehr-Personen-Haushalten wurde auch deswegen höher angesetzt, um auch
jene Haushalte, welche aus mehreren Personen mit Einkommen bestehen,
z.B. etwa Wohngemeinschaften, zu unterstützen.
Wiener Energiebonus für Mittelstand und arme Haushalte
Dass der Bonus den
Mittelstand, aber auch die einkommensschwächeren Haushalte trifft, zeigt
ein Vergleich der Median-Einkommen in jeweiligen Gruppen: Bei den
Ein-Personen-Haushalten liegt das mittlere verfügbare Einkommen in Wien
im Jahr 2021 bei rund 24.000 Euro. Bei den anspruchsberechtigten
Haushalten liegt es mit rund 19.000 Euro deutlich niedriger. Dasselbe
zeigt sich bei den Mehr-Personen-Haushalten, wo das verfügbare Einkommen
der anspruchsberechtigten jährlich um rund 6.000 Euro niedriger als das
Median-Einkommen aller Mehr-Personen-Haushalte liegt.
Wiener Energiebonus: Ein Viertel der Haushalte haben Kinder
Rund ein Viertel der Haushalte, die vom Bonus profitieren, haben Kinder. 40 Prozent dieser Haushalte sind alleinlebend. Von den Alleinerziehenden (Haushalte mit einem Erwachsenen und mindestens einem Kind) sind fast alle anspruchsberechtigt (laut EU-SILC Umfragedaten). Zudem werden mit dem Bonus unter den Mehr-Personen-Haushalten mehr Mieterinnen und Mieter unterstützt: Während in ganz Wien rund drei Viertel der Haushalte mit mindestens zwei Personen in Miete leben, sind es unter den anspruchsberechtigten 10 Prozent mehr.