logo



[email protected]

Klima-Aktivisten färbten sechs Brunnen in Wien grün

29-03-2023, 09:21

Mittwochvormittag färbten Aktivisten der Klimabewegung Extinction Rebellion sechs Brunnen in Wien grün. Die Aktion ist ein weiterer Protest gegen die Gaskonferenz in Wien.

Bereits am Samstagvormittag hatten Mitglieder der Klimabewegung die Salztorbrücke blockiert und den Donaukanal grün eingefärbt. Dieser Auftaktaktion folgten zahlreiche weitere Proteste des eigens für die Konferenz gegründeten internationalen Bündnisses "Block Gas". Zuletzt blockierten die Aktivist:innen am Dienstag die Zufahrten zur OMV Raffinerie.

Klima-Aktivisten färbten sechs Brunnen in Wien grün

Zusätzlich zur Färbung der Brunnen hinterließen die Aktivist:innen die leuchtende Botschaft "Grünes Gas = dreckige Lüge" an den betroffenen Orten. Damit möchten die Aktivisten auf die negativen Auswirkungen von Gasförderung und -nutzung aufmerksam machen und die Glaubwürdigkeit der Industrie infrage stellen. "Um die eskalierende Klimakatastrophe einzudämmen, müssen Österreich und Europa das Verbren-
nen von Gas schnellstmöglich beenden und darauf verzichten, neue Gasvorkommen zu erschließen", schrieb Extinction Rebellion in einer Aussendung.

Kritik an Gewinnen mit Gas im Krisenjahr 2022

Privatunternehmen und Staatsfirmen, die Gas verkaufen, haben im Krisenjahr 2022 - so die Aussendung von Extinction Rebellion - Rekordgewinne erzielt – in Russland, Europa, Amerika und in
den arabischen Staaten. "Während Menschen sich die Heizkosten kaum leisten konnten, investiert die Fossilindustrie ihren gigantischen Gewinn auf Kosten der Menschen in noch mehr Gasinfrastruktur, Greenwashing und Desinformation. Mit diesen Investitionen wird derweil die Klimakata-
strophe weiter befeuert", kritisieren die Aktivisten.

Anlass für den Aktionsort der Wiener Brunnen

Ein direkter Anlass für den Aktionsort der Wiener Brunnen ist die Aufklärung über die Gefahren, die mit der Förderung von Fracking-Gas verbunden sind. Fracking, auch bekannt als hydraulische
Rissbildung, ist eine Methode zur Förderung von Erdgas aus Gesteinsschichten, die ein enormes Risiko für Umwelt und Trinkwasser darstellt. Durch den Einsatz von Chemikalien und hohem Druck
gelangen Schadstoffe ins Grundwasser und gefährden die Trinkwasserversorgung, vor allem in geopolitischen Einsatzorten im globalen Süden. Die Gaskonferenz macht die Erschließung neuer
Gasquellen durch diese Technologie zum Thema.

Einfärbung des Wassers durch Aktivisten mit ungiftigem Mittel

Zur Einfärbung des Wassers verwendeten die Protestierenden Uranin, ein 100 Prozent biologisch abbaubares und ungiftiges Mittel, welches sonst zur Ermittlung von Strömungen verwendet wird. Nach ein paar Stunden verschwindet der Effekt, erklärte Extinction Rebellion in der Aussendung.

(Red)

Nachrichtenquelle


© 2017-2024 wienpress.at [email protected]