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Neues Kinderschutzgesetz in Wien präsentiert

27-03-2023, 14:07

In Wien ist am Montag von der Stadt ein neues Kinderschutzgesetz für Kindergärten sowie weitere elementarpädagogische Einrichtungen präsentiert worden.

Im Zentrum stehen dabei eine eigene Kompetenzstelle in der Magistratsabteilung 11 (MA 11) sowie spezielle Ansprechpersonen, die von jedem Träger ernannt werden müssen. Zudem schreibt die Stadt die Ausarbeitung eines Schutzkonzepts vor. Vizebürgermeister Christoph Wiederkehr (NEOS) sprach von "Pionierarbeit".

Wiener Vizebürgermeister: "Anlass für uns weiterzuarbeiten"

"Die Verdachtsfälle im letzten Jahr waren ein Anlass für uns weiterzuarbeiten", sagte Wiederkehr auf dem Medientermin im Rathaus. Eine Juristin und ein Sozialarbeiter sind laut Wiederkehr in Zukunft als Teil einer eigens eingerichteten Kompetenzstelle bei der Stadt Wien als Ansprechpartner für Kinderschutzfragen in elementarpädagogischen Einrichtungen zuständig. Zusätzlich dazu sieht das neue Gesetz die Ernennung von eigenen Beauftragten sowie die Erstellung von speziellen Schutzkonzepten für jeden Kindergartenträger vor. Laut einem Sprecher Wiederkehrs seien bereits zwischen 300 und 400 solcher Kinderschutzbeauftragter in Wien tätig. Diese seien Ansprechpartner für Eltern, das Personal in den Einrichtungen sowie die MA 11 selbst, sagte Wiederkehr.

Missbrauchsverdachtsfälle bekanntgeworden

Im vergangenen Jahr wurden Missbrauchsverdachtsfälle in einem Kindergarten in Wien-Penzing - zwei Pädagogen stehen dabei im Zentrum der Ermittlungen - und weiteren elementarpädagogischen Einrichtungen in der Bundeshauptstadt bekannt. Die Verfahren dazu seien jedoch noch nicht abgeschlossen, hieß es von der Stadt Wien.

(APA/Red)

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