Am Montag haben Klima-Aktivisten in Wien und Graz wieder ihre Proteste aufgenommen. In der Bundeshauptstadt blockierten sich den Frühverkehr auf der Rechten Wienzeile und am Schwarzenbergplatz.
Klima-Aktivisten der "Letzten Generation" unterbrachen am Montag den Verkehr auf der Rechten Wienzeile und am Schwarzenbergplatz. In Graz wurde die Glacisstraße in beide Richtungen gesperrt, unterstützt von solidarischen Wissenschaftern und Wissenschafterinnen.
Gefordert wird von den Klimademonstranten ein Ende neuer Öl- und Gasbohrungen. Als Sofortmaßnahme für bessere Luft und weniger CO2-Ausstoß wünschen sie sich Tempo 100 auf der Autobahn.
Am
Montag berichteten die "Salzburger Nachrichten" zudem von einem Angebot
der Aktivisten: "Wenn sich ein Bürgermeister hinter unsere Forderungen
stellt, sind wir bereit, Vereinbarungen zu treffen." Ein Vertreter der
Letzten Generation schlug vor, dass wenn sich die Stadtchefs öffentlich
zum Klimaschutz bekennen, könnten die Aktivisten, die sich in den
vergangenen Wochen zum Zeichen ihres Protests auf viel befahrenen
Straßen festgeklebt haben, ihren Protest aussetzen.
Die von den SN
befragten Bürgermeister reagierten unterschiedlich auf dieses Angebot.
Während der grüne Innsbrucker Bürgermeister Georg Willi
Verhandlungsbereitschaft signalisierte ("Ich stehe hinter den Protesten
der Letzten Generation"), zeigte sich Salzburgs Harald Preuner
ablehnend: "Ich kann mit dieser Art des Protests überhaupt nichts
anfangen", sagte er. Preuners Linzer Kollege Klaus Luger kann sich
Verhandlungen mit den Klimaklebern vorstellen, freilich unter einer
Bedingung: Während der Gespräche dürften sich die Aktivistinnen und
Aktivisten vier Wochen lang nicht auf Linzer Straßen festkleben, sagte
Luger zu den SN.