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Wiener haben schlechtere psychische Gesundheit

7-03-2023, 13:58

Die Teuerung, der Ukraine-Krieg und die Coronakrise haben Spuren hinterlassen: Ein Drittel der von einer Umfrage der Psychosozialen Dienste (PSD) gab an, eine Verschlechterung ihres seelischen Zustands zu spüren.

Im Jahr 2022 hat sich die psychische Gesundheit der Wienerinnen und Wiener deutlich verschlechtert. Das ist das Ergebnis einer von den Psychosozialen Diensten (PSD) in Auftrag gegebenen Umfrage. Mehr als ein Drittel der Befragten berichtet darin von einer Verschlechterung ihres seelischen Zustandes. Rund 60 Prozent der Teilnehmer schildern zudem Depression-Symptome an einzelnen Tagen sowie Ängste und Erschöpfung. Die PSD planen eine Aufstockung des Angebots für Betroffene.

Die psychische Gesundheit der Wiener hat sich verschlechtert

Die repräsentative SORA-Befragung ist die Dritte nach Umfragen in den 2020 und 2021. Pandemie, Teuerung und Ukraine-Krieg habe die psychosoziale Situation der Bevölkerung deutlich verschärft, so das Ergebnis der Befragung, an der mehr als 1.008 Personen zwischen April und Mai 2022 teilnahmen. "Im Zeitverlauf wird außerdem offensichtlich, dass die aufgestauten Belastungen, die angehäuften Symptome und die zunehmenden Ungleichheit nicht von allein wieder verschwinden werden", sagte Studienautorin Martina Zandonella vom SORA-Institut auf einem Medientermin.

34 Prozent der Wiener berichten von schlechterer psychischer Gesundheit

Laut Zandonella berichteten 34 Prozent der Befragten von einer Verschlechterung der psychischen Gesundheit: Ein besseres Ergebnis als im Jahr 2021 (46 Prozent), jedoch deutlich schlechter als im ersten Jahr der Pandemie (27 Prozent), wie die Wissenschafterin unterstrich. 60 Prozent berichteten in der Studie zudem von Depressionen an einzelnen Tagen, Ängsten und Erschöpfung.

Stadt Wien will das Angebot für Betroffene aufstocken

Die Stadt Wien will nun das Angebot für Betroffene aufstocken. Geplant ist unter anderem ein Ausbau der bereits bekannten Corona-Sorgenhotline und Weiterführung als Sorgenhotline in mehreren Sprachen sowie eine Aufstockung von ambulanten Angeboten wie dem Home-Treatment.

(APA/Red)

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