Wegen des Warnstreiks des Flugpersonals in Deutschland, kam es auch zu Flugausfällen am Wiener Flughafen.
Am Flughafen Wien sind von 18 geplanten Verbindungen zwischen Wien und Köln bzw. Düsseldorf 12 von den Streiks betroffen. Konkret fallen 4 Flüge (hin- und zurück) zwischen Wien und Köln sowie 8 Verbindungen zwischen Wien
und Düsseldorf aus, teilte ein Sprecher auf APA-Anfrage mit. "Wir
empfehlen, allen Reisenden, sich bei ihrer Airline oder
Reiseveranstalter über ihren Flugstatus zu den informieren."
18 Flüge am Wiener Flughafen sind von den Warnstreiks betroffen
Wegen Warnstreiks fallen am Montag viele Verbindungen an den Flughäfen Düsseldorf und Köln/Bonn aus. Am größten Flughafen Nordrhein-Westfalens (NRW) in der Landeshauptstadt sind über 1.000 Mitarbeiter dazu aufgerufen, ihre Arbeit niederzulegen. Der Streik sei um 3.00 Uhr gestartet, sagte ein Sprecher der Gewerkschaft Verdi. 700 bis 800 Streikende werden demnach vor Ort erwartet.
Warnstreiks in Düsseldorf: Ausfälle am Flughafen Wien
In
Düsseldorf waren eigentlich 330 Flugbewegungen geplant. 89 davon sollen
stattfinden. 205 An- und Abflüge wurden annulliert und 36 auf andere
Flughäfen oder den Folgetag verlegt, wie ein Sprecher des Flughafens
mitteilte. Etwa für Ambulanz- und Hilfsgüterflüge soll es einen
Notbetrieb geben.
Warnstreik am Flughafen Köln-Bonn brachte Flugverkehr zum Erliegen
Den
Flugbetrieb am zweitgrößten Airport Nordrhein-Westfalens, Köln-Bonn, hat
der Warnstreik fast komplett zum Erliegen gebracht. Von 136 für Montag
geplanten Flugbewegungen fänden nur 2 statt, teilte der Flughafen am
Montag mit. Ursprünglich hatte der Airport Köln/Bonn mit 15.000
Reisenden am Montag gerechnet. In Köln/Bonn begannen die ersten
Arbeitsniederlegungen am späten Sonntagabend. Dort sind laut Verdi
Beschäftigte der Luftsicherheit aufgerufen, also Mitarbeiter in der
Personal- und Warenkontrolle sowie der Frachtkontrolle. "Alle
Kontrollstellen sind zu", sagte ein Verdi-Sprecher in der Früh.
Juristische Auseinandersetzung zwischen Flughafen und Verdi
In
Köln hatte es auch juristische Auseinandersetzungen zwischen dem
Flughafen und Verdi um die Besetzung der Flughafenfeuerwehr gegeben. Am
Ende einigten sich beide Seiten darauf, dass sie während des Warnstreiks
24 Mitarbeiter im Notdienst umfassen muss.
Aufgerufen zu den
Warnstreiks haben die Gewerkschaften Verdi und Komba. Hintergrund sind
die Verhandlungen für die Beschäftigten des öffentlichen Dienstes bei
Bund und Kommunen sowie die deutschlandweiten Verhandlungen für die
Beschäftigten der Luftsicherheit.
Größte Flughäfen in NRW von Warnstreiks betroffen
Neben den beiden größten
Flughäfen in NRW sind im bevölkerungsreichsten Bundesland am Montag auch
Warnstreiks in vielen weiteren Bereichen des öffentlichen Lebens
geplant, etwa bei Bussen und Stadtbahnen, in Kindertagesstätten und
Ämtern. Auch mehrere Kundgebungen sind geplant.
Verdi teilte mit,d ass auch viele Kitas in Deutschland betroffen sind
Verdi hat unter
anderem mitgeteilt, dass viele Kitas in Köln, Bonn, Troisdorf, Hennef
und Gummersbach von den Warnstreiks betroffen sind. Das gelte auch für
kommunale Krankenhäuser und Entsorgungsbetriebe im Verdi-Bezirk
Köln-Bonn-Leverkusen. Bürger müssten sich auf längere Wartezeiten in
Ämtern einstellen. Im Münsterland rief Verdi zu Warnstreiks bei einigen
Stadtverwaltungen und kommunalen Betrieben auf.
Arbeitgeber legten den Beschäftigten ein Angebot vor
Die Arbeitgeber
hatten bei den deutschlandweiten Verhandlungen für die Beschäftigten in
Bund und Kommunen ein Angebot vorgelegt. Es umfasst eine Entgelterhöhung
von insgesamt fünf Prozent in zwei Schritten und Einmalzahlungen von
insgesamt 2.500 Euro. Die Gewerkschaften wiesen das Angebot als
unzureichend zurück. Verdi und der Beamtenbund fordern 10,5 Prozent mehr
Einkommen, mindestens aber 500 Euro mehr im Monat. Am 27. März soll die
Tarifverhandlungen fortgesetzt werden.