Der NÖ-Landesrat Waldhäusl (FPÖ) hatte einer Schülerin mit Migrationshintergrund beschieden, dass Wien noch Wien wäre, wenn man die Asylpolitik der FPÖ umgesetzt hätte. Der Wiener FPÖ-Chef Dominik Nepp stellte sich am Donnerstag hinter seinen Kollegen.
Der Wiener FPÖ-Landesparteichef Dominik Nepp hat sich am Donnerstag hinter seinen niederösterreichischen Kollegen Gottfried Waldhäusl gestellt. Waldhäusl hatte einer Schülerin mit Migrationshintergrund beschieden, dass, wenn man die Asylpolitik der FPÖ umgesetzt hätte und die Schüler nicht hier wären.
Nepp verteidigte die umstrittene Asyl-Aussage Waldhäusls. Wien habe sich seit 2015 "enorm verändert", meinte der Wiener FPÖ-Chef. Es gebe zwar zahlreiche Migranten in Wien, die sich integriert hätten und Teil der Gesellschaft sein wollten, sprach er vor allem jene an, die aus dem früheren Jugoslawien gekommen sind. Seit 2015 seien aber Menschen gekommen, die nicht die Sprache erlernen wollten, die ihre Kultur behalten und nicht unsere Werte teilen wollten. Solche Menschen, "die Frauen vergewaltigen" und "in Messerstechereien verwickelt" seien, wolle man nicht in Wien. "Wer straffällig wird, hat nichts in Österreich verloren", sagte Nepp.
Zuletzt
hatte es unterschiedliche Bewertungen der Aussagen Waldhäusls innerhalb
der FPÖ gegeben. Während der Landesrat von Bundesparteichef Herbert
Kickl und Generalsekretär Michael Schnedlitz Rückendeckung bekam und
auch dessen Amtskollege Christian Hafenecker meint, dass Zuwanderung die
Gesellschaft verändere, gingen andere FPÖ-Vertreter auf Distanz. So ist
für Salzburgs FP-Chefin Marlene Svazek "Waldhäusl irgendwo in seinem
Denkmuster verunfallt oder vielleicht falsch abgebogen" und auch ihre
Kollegen aus Tirol und Oberösterreich, Markus Abwerzger und Manfred
Haimbuchner, hätten sich eine differenziertere Debatte gewünscht.