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Rechte Flugblätter: Wiener Gymnasium wurde nach Waldhäusl-Sager zur Zielscheibe

3-02-2023, 12:46

Unbekannte Personen haben am Freitag am Laaerberg-Gymnasium in Wien-Favoriten zahlreiche Flugblätter verstreut, auf denen dem Asyl-Sager von FPÖ-Landesrat Gottfried Waldhäusl zugestimmt und "Remigration" gefordert wird. Die Polizei ermittelt.

VIENNA.at-Leserreporterin Tatjana S. schickte Freitagfrüh kurz nach 8.00 Uhr Fotos vom Eingangsbereich des Gymnasiums GRG10 am Laaerberg in Wien-Favoriten. Darauf zu sehen sind zahlreiche verstreute Flugblätter, auf denen der zugestimmt und der Anteil an Schülern mit Migrationshintergrund am Gymnasium angeprangert wird.

Flugblätter gegen Migration an Wiener Gymnasium verteilt

"Waldhäusl hat Recht, das ist nicht mehr Wien!", ist in Großbuchstaben auf den Flugblättern zu lesen. Die Personen hinter der Aktion fordern "Remigration" und benennen sich selbst als "Stimme der Jugend ohne Migrationshintergrund". Man stehe hinter Waldhäusls "mutiger" Aussage.

Auch ein großer Banner mit der Aufschrift "Das ist nicht mehr Wien" wurde vor der Schule aufgehängt.

Wiener Polizei und Verfassungsschutz ermitteln

Wir haben bei der Wiener Polizei zu dem Vorfall nachgefragt und darüber informiert, dass das zuständige Stadtpolizeikommando bereits die Ermittlungen aufgenommen hat. Auch das Landesamt für Verfassungsschutz und Terrorismusbekämpfung (LVT Wien) ist über den Vorfall in Kenntnis gesetzt worden. Weitere Informationen sind derzeit nicht bekannt.

Grüne orten rechtsextreme Aktion gegen Kinder

"Die rassistische Hetze von Gottfried Waldhäusl hat binnen kürzester Zeit zu einer rechtsextremen Aktion gegen Kinder geführt. Das zeigt auf schmerzliche Weise: Jemand wie Gottfried Waldhäusl hat in einem politischen Amt nichts verloren. Ihm und seiner Partei geht es nicht um Lösungen, sondern nur darum, Hass und Hetze zu streuen und die Menschen in Österreich gegeneinander aufzubringen", zeigte sich die Jugendsprecherin der Grünen, Barbara Neßler, überzeugt.

Die Tat müsse mit aller Härte verfolgt werden. "Es kann nicht sein, dass in Österreich Kinder bereits Angst haben müssen, in die Schule zu gehen." Wenn solche "menschenverachtende Widerlinge" am Werk sind, sei es umso wichtiger, dass man gegen diesen fremdenfeindlichen Hass zusammenstehe, betonte Neßler.

(Red)

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