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Kindergartenverein beklagt: Vorwürfe falsch dargestellt

20-01-2023, 14:02

Der Wiener Kindergartenbetreiber, der vom Wiener Stadtrechnungshof unter die Lupe genommen und kritisiert wurde, hat am Freitag in einer Stellungnahme reagiert.

Angesichts der medialen Berichterstattung, die "einzelne Kritikpunkte überzogen und bewusst falsch darstellt", wolle man Klarstellungen vornehmen. So wäre es etwa falsch, dass Baufirmen das Essen für die Kinder zubereiten würden, auch sei der Umgang mit Fördermitteln in sorgsamer Weise erfolgt.

Kindergartenverein beklagt, dass Vorwürfe falsch dargestellt wurden

Demnach würden Mahlzeiten frisch zubereitet, aus Kapazitätsgründen seien lediglich Einkauf und Zustellung ausgelagert worden. Was Fördermittel betrifft, so wurden und werden den Behörden angeforderten Unterlagen selbstverständlich zur Verfügung gestellt. Die Zusammenarbeit mit den zuständigen Stellen MA 10 (Kindergärten) und MA 11 (Kinder- undJugendhilfe) laufe reibungslos und professionell. Den Betreibern sei zudem wichtig zu betonen, dass bei den regelmäßigen Kontrollen keinerlei Mängel bei der pädagogischen Kinderarbeit und beim Kinderschutz festgestellt wurden. Im Gegenteil: es wurde von der Stadt Wien attestiert, dass die pädagogische Qualität und die sichere Betreuung und Förderung der Kinder immer gewährleistet war.

"Familienbetrieb mit höchster Qualifikation und Engagement"

Der als "Familienbetrieb mit höchster Qualifikation und Engagement geführte Kindergartenverein" betreue rund 800 Kinder an zwölf Standorten in Wien. 130 Mitarbeiter seien im Einsatz, hieß es in der von einer Kommunikationsagentur publizierten Aussendung.

Kindergarten reagierte auf den Bericht des Stadtrechnungshofes

In Reaktion auf den Stadtrechnungshofbericht hat die Stadt Wien diesen der Staatsanwaltschaft übermittelt und prüft Rückforderung von Fördermitteln, wie bereits am Dienstag bekannt wurde. Die ÖVP kündigte an, einen Sondergemeinderat initiieren und dort einen Misstrauensantrag gegen den zuständigen Stadtrat Christoph Wiederkehr (NEOS) einbringen zu wollen. Am Freitag hieß es auf orf.at, dass die Kinder- und Jugendhilfe (MA11) nun ein Ermittlungsverfahren gegen den Betreiber der Kindergärten einleiten werde.

"Kontrollsystem der Kindergräten dürfte hier völlig versagt haben"

Das Kontrollsystem der Kindergärten (MA10) dürfte hier völlig versagt haben, kritisierten die Wiener Grünen in einer Stellungnahme gegenüber der APA. "Bildungs- und Transparenzstadtrat Wiederkehr, der von den Vorwürfen gewusst haben muss, hat nun die Verantwortung für den Förderskandal zu übernehmen", hieß es unisono von Bildungssprecherin Julia Malle und -sprecher Felix Stadler.

(APA/Red)

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