In Wien-Leopoldstadt haben Klima-Kleber Donnerstagfrüh die Schüttelstraße an zwei Stellen blockiert.
Geplant war laut deren Sprecher Florian Wagner, dadurch auch den Verkehr auf der Ostautobahn lahmzulegen und sich danach dort auf die Fahrbahn zu kleben. Dieser Versuch wurde jedoch von der Wiener Polizei vereitelt. Die Beamten erwarteten die Aktivisten am Aktionsort mit einem großen Polizeiaufgebot.
"Menschen, die gar nicht in Aktion gegangen sind, wurden festgenommen", kritisierten die Klimademonstranten der "Letzten Generation" auf Twitter. Beamte in Zivil hatten die Aktivisten in Wien, die sich auf die Autobahnabfahrt kleben wollten, bereits erwartet. Als diese sich am Treppelweg umzogen, wurden sie bereits von den Polizisten erkannt und festgenommen. Verstärkung in Uniform war binnen kurzer Zeit an Ort und Stelle. "Diese Repression wird uns nicht stoppen", versicherten die Aktivisten.
An zwei weitere Stellen gelang es ihnen, sich auch auf der Straße in Wien-Leopoldstadt festzukleben. Durch die Aktion kam es zu Staus im Frühverkehr, laut ÖAMTC gab es auch auf Ausweichstrecken Verzögerungen. Kurz vor 9.00 Uhr hatte die Polizei die meisten Klimademonstranten bereits von der Straße gelöst und festgenommen.
Die Aktivisten blockierten bereits den vierten Tag in Folge wichtige Straßen in Wien und machten "ihrer Verzweiflung über das völlige Versagen der Bundesregierung beim Klima- und Zukunftsschutz Luft", betonten sie in einer Aussendung. Sie fordern unter anderem Tempo 100 auf Autobahnen. Am Dienstag gab es eine Blockade-Aktion beim Praterstern. Rund 50 renommierte Wissenschafter solidarisierten sich mit den Aktivisten und stellten sich hinter die Anliegen der "Letzten Generation". Am Mittwoch wurde der Verkehr am Wiener Gürtel beim Westbahnhof gestoppt. Ein aggressiver Verkehrsteilnehmer griff dabei die am Boden sitzenden Aktivisten an und zog sie auch von der Straße. Die Polizei erstattete Anzeige gegen unbekannt.