Am Sonntagnachmittag rettete die Berufsfeuerwehr in Wien-Leopoldstadt einen schwer verletzten Arbeiter vom "Prater Turm", dem über 100 Meter hohen Kettenkarussell in Wiener Prater.
Der Wartungstechniker in Wien verletzte sich bei Routinearbeiten vor dem täglichen Betriebsbeginn so schwer, dass er in der Höhe von rund 20 Metern über dem Boden nicht weiterkam. Höhenretter der Feuerwehr sicherten ihn und seilten sich mit dem Mann ab, berichtete Pressesprecher Jürgen Figerl.
Die Einsatzkräfte wurden um 11.45 Uhr von Kollegen des Arbeiters alarmiert. Der Verletzte befand sich auf einem kleinen Podest und konnte aus eigener Kraft nicht mehr absteigen. Die Höhenretter stiegen zum Arbeiter am Wiener "Prater Turm" auf und legten ihm ein sogenanntes Rettungstuch als Abseilhilfe an. Zeitgleich positionierten die Einsatzkräfte vorsorglich zwei Sprungkissen. "Eine Rettung über den inneren Bereich des Turms war aus Platzgründen nicht möglich", erläuterte Figerl in einer Aussendung. Der Drehleiterkorb der Feuerwehr diente beim Abseilen als Sicherungsfixpunkt.
Am Boden wurde der Arbeiter an die Wiener
Berufsrettung übergeben. Deren Sprecherin Corina Had berichtete auf
APA-Anfrage von schweren Bein- und Wirbelsäulenverletzungen bei dem rund
50-jährigen Mann. Unfallursache und -hergang waren laut Feuerwehr noch
nicht bekannt. Weitere Personen oder Besucher seien zu keinem Zeitpunkt
in Gefahr gewesen, wurde betont.
Der Prater Turm in Wien ist laut Internetseite des Vergnügungsparks 117 Meter hoch. "In dieser Höhe befindest du dich über allen Bäumen und den meisten Häusern und genießt in einem Flugradius von 36 m bei 60 km/h einen atemberaubenden und gleichzeitig prickelnden Blick über ganz Wien", heißt es dort.