Der Wiener Samariterbund apelliert „Schau ma, dass sich’s ausgeht“ mit seiner Armutskampagne und zählt dabei auf prominente Unterstützer.
Rund jede*r Zweite kommt mit seinem Einkommen gerade noch so über die Runden, für viele geht es sich trotz Job gar nicht mehr aus. „Ein Klient von uns hat seinen Ehering für 60 Euro verkauft, um weiterhin Lebensmittel für seine Familie besorgen zu können“, erzählt Sozialberaterin Eni. „Die Menschen wissen nicht mehr weiter. Sie wenden sich an uns und bitten um Hilfe. Mit gezielter Unterstützung hilft der Samariterbund Wien.“ berichtet die Sozialberaterin.
Armutskampagne des Wiener Samariterbunds
Unterstützung gibt es von Persönlichkeiten aus Theater, Film, Fernsehen
und Sport. Erwin Steinhauer, Jazz Gitti, Conny Kreuter, und Fadi Merza, das
Team der Dacia Vikings und die Influencerinnen Astrid Aschenbrenner und Mara
Hohla setzen sich für die Kampagne ein und appellieren an die Solidarität der
Bevölkerung: „Schau ma, dass sich’s ausgeht“. Seine
Unterstützung erklärt Erwin Steinhauer mit den Worten: „Menschlichkeit ist die
Überlebenschance unserer Gesellschaft. Nicht zuschauen – vorleben!“
„Weil auch in Österreich mehr als 1,5 Millionen
Menschen an der Armutsgrenze leben, ist es für mich wichtig, dass wir alle
zusammenhalten“, betont Fadi Merza. „Weil 400.000 Kinder in Armut leben.
Nebenan. Also schau ma hin“, engagiert sich Tänzerin und Moderatorin Conny
Kreuter für die Kampagne. Auch Jazz Gitti appelliert an ein Miteinander: „Nur
jetzt, wenn wir alle zusammenhalten, komma gut durch die Krise.“
Vikings: Starke helfen Schwachen
„Wir haben keine Sekunde gezögert, an dieser
großartigen und so wichtigen Initiative teilzunehmen. Ein großer
Dank geht an den Samariterbund Wien, der für das Thema sensibilisiert. Gemäß
des karitativen Vikings-Mottos ’Starke helfen Schwachen’ ist es uns eine Ehre,
unseren starken Namen einsetzen zu können. Wir hoffen, dass wir mit unserer
Partizipation einen kleinen Teil zum Erfolg beitragen können und möchten jeden
Football-Fan animieren: Sei auch du dabei!“, so das Team der Dacia Vikings.
Samariterbund Wien ruft zum Spenden auf
„Immer mehr Menschen brauchen unsere Hilfe“,
weiß Susanne Drapalik, Präsidentin des Samariterbund Wiens. „Besonders die
Nachfrage in unseren Sozialmärkten und in der Sozialberatung ist enorm gestiegen.“
Mit der Kampagne zählt der Samariterbund Wien auf
die Solidarität mit armutsbetroffenen Menschen und ruft zu Spenden auf. „Wir lassen niemanden in einer kalten Wohnung
zurück und helfen den Menschen, bei denen es sich eben nicht mehr ausgeht“,
sagt Oliver Löhlein, Geschäftsführer des Samariterbund Wiens. „Aber um unsere
Angebote weiterführen zu können, brauchen wir Spenden. Helfen Sie uns zu
helfen. Jeder Euro zählt. Wenn die, die können, ein bisschen geben, geht sich’s
für alle aus.“
In den Samariterbund Sozialmärkten erhalten Betroffene leistbare Lebensmittel, in der Sozialberatung Rat und Unterstützung. Für die Kinder gibt es kostenlose Lernunterstützung in den LernLEOs. Obdachlose und schutzsuchende Menschen bekommen in den Häusern der Wohnungs- und Flüchtlingshilfe ein Dach über dem Kopf und Betreuung. Mit dem neuen Suppenküchen-Projekt „Samariter Suppentopf” versorgt der Samariterbund Wien Menschen in den Sozialmärkten mit warmen Mahlzeiten.