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Treffen Kompatscher-Nehammer stieg in Wien

30-11-2022, 08:35

In Wien ist ein Treffen zwischen Südtirols Landeshauptmann Arno Kompatscher und Bundeskanzler Karl Nehammer (ÖVP) über die Bühne gegangen.

Südtirols Landeshauptmann Arno Kompatscher hat am Dienstag Bundeskanzler Karl Nehammer (ÖVP) getroffen. Die Entwicklung der Südtiroler Autonomie sowie die möglichen Chancen und Risiken der vom italienischen Regionenminister Roberto Calderoli vorgeschlagenen Reform, die eine Ausweitung der Autonomie der einzelnen Regionen vorsieht, standen im Mittelpunkt des Treffens in Wien.

Treffen Kompatscher-Nehammer fand in Wien statt

Darüber hinaus wurden Fragen im Zusammenhang mit der aktuellen Energiekrise und den damit verbundenen Risiken für den sozialen Zusammenhalt erörtert. Auch die allgemeine politische Lage in Österreich, Italien und Europa wurde besprochen, teilte Kompatscher mit. Er dankte Nehammer für den "herzlichen und wichtigen Gedankenaustausch". "Für Südtirol ist es wichtig, verlässliche Ansprechpartner zu haben, und gerade die Republik Österreich spielt aufgrund ihrer Funktion zum Schutz der Autonomie Südtirols eine führende Rolle", betonte Kompatscher.

Nehammer betonte seinerseits per Twitter, dass "die österreichische Bundesregierung zu Südtirol steht, insbesondere wenn es um die Wahrnehmung unserer Schutzfunktion geht". "Der 50. Jahrestag des Zweiten Autonomiestatuts, der in diesem Jahr begangen wird, verdeutlicht einmal mehr die guten nachbarschaftlichen Beziehungen", erklärte der Bundeskanzler.

Italiens Regionenminister zu Treffen Kompatscher-Nehammer

"Ich freue mich, dass das Thema der Autonomie auch auf europäischer Ebene positiv aufgegriffen wird, wie es Landeshauptmann Arno Kompatscher und der österreichische Bundeskanzler Karl Nehammer in den letzten Stunden getan haben", kommentierte Italiens Regionenminister Calderoli das Treffen in Wien. Positiv sei laut Calderoli, dass sich Nehammer für diesen Prozess interessiere und dass sich Kompatscher dafür ausgesprochen habe.

"Meine Absicht und die der Regierung ist es, den Regionen mit Normalstatut eine größere Autonomie zu gewähren, während den Regionen und Provinzen mit Sonderstatut ihre Rechte garantiert werden. Sie gehen nicht nur kein Risiko ein, was die Autonomie betrifft, die sie bereits haben, sondern wir arbeiten mit dem Willen, die volle Autonomie, die sie früher hatten, wiederherzustellen. Ich möchte dem Land mehr Autonomie geben, und ich bin sicher, dass ich das schaffen kann", so Calderoli abschließend.

(APA/Red)

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