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"Goldener Flügel" für Parlament sorgte für Aufregung im Nationalrat

15-11-2022, 14:35

Am Dienstag fand der erste Budgettag im Nationrat statt. Dabei sorgte in der Debatte ein wertvoller Flügel für Ärger. Das Klavier wird im renovierten Parlamentsgebäude im Empfangssalon aufgestellt und soll auf Initiative von Parlamentchef Wolfgang Sobotka angeschafft worden sein.

Der "Goldene Flügel" hat einen stolzen Preis - die Miete beträgt 3.000 Euro pro Monat.

Debatte um "Goldenen Flügel" für Parlamentsgebäude

Die Anschaffung des Flügels ging auf Initiative von Parlamentschef Wolfgang Sobotka (ÖVP) zurück. Auch in der Präsidiale war sie nach Auskunft von Mitgliedern kein Thema. Aus dem Parlament hieß es auf APA-Anfrage, dass das Klavier schon in den ursprünglichen Plänen von Parlamentsarchitekt Theophil Hansen vorgesehen gewesen sei. Finanziert wird es aus dem Budget von Kunst und Kultur, das mit nicht einmal 0,5 Prozent der Gesamtkosten des Umbaus dotiert worden sei.

Scharfe Kritik von FPÖ und SPÖ an teurer Anschaffung für Parlament

SPÖ-Mandatar Christian Drobits verglich die Mietkosten für den Bösendorfer-Flügel mit armutsgefährdeten Personen. Die Existenzen von drei Menschen mit Mindestsicherung seien gleich viel wert wie die Ausgaben für das Klavier.

Seitens der NEOS zählte Mandatar Nikolaus Scherak auf, wofür man das Geld im Sinne des Parlaments auch verwenden könne - etwa für einen Ausbau des Rechts- und Legistlativdienstes oder mehr Ressourcen für Mitarbeiter.

(APA/Red)

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