Der Bauherrenpreis des Jahres 2022 geht an den Ikea am Wiener Westbahnhof.
Die Pädagogische Hochschule Salzburg, die Wohnanlage Friedrich-Inhauser-Straße in derselben Stadt, der Weinhof Locknbauer (Steiermark), der Bildungscampus Nüziders (Vorarlberg) und der Ikea Wien Westbahnhof sind heute mit dem Bauherrenpreis gewürdigt worden. Die Zentralvereinigung der ArchitektInnen vergibt die Auszeichnung seit 1967 und zeichnet laut Aussendung "herausragende Bauten, Freiraumgestaltungen sowie städtebauliche Lösungen der letzten drei Jahre aus".
Insgesamt wurden 86 Projekte eingereicht, 18 von ihnen
wurden durch Nominierungsjurys in den Bundesländern ausgewählt. Aus
diesem Pool ermittelte die Hauptjury - bestehend aus dem
Architekturjournalisten Wojciech Czaja, dem Architekten Armando Ruinelli
und der Architektin Michaela Wolf - fünf Preisträger. Czaja freute
sich, dass die Hälfte der 18 besichtigten Projekte aus dem
Bildungsbereich stammte: Das sei "eine gute Investition in die Zukunft
der Baukultur, die in der nächsten Generation der Architekt:innen und
Auftraggeber:innen mit Sicherheit noch sensibler, noch wissender, noch
kompetenter werden wird", wird er in der Aussendung zitiert.
So
wurde etwa die sanierte und erweiterte Pädagogische Hochschule Salzburg
ausgezeichnet, deren über das ganze Haus verstreute weiße, schwarze und
knallrote Pixel und Codes für Gesprächsstoff sorgen. Einem Billy-Regal
ähnelt laut Aussendung der Preisträger in der Bundeshauptstadt: Der Ikea
Wien Westbahnhof
sei "eine Filiale, die nicht allein den Prinzipien von Effizienz,
Neuromarketing und Umsatzsteigerung folgt, sondern sich als lebendes
Experiment versteht und neue Varianten innerstädtischen Möbelhandels
austestet".