Hier sind die besten Pop- und Rockkonzerte im November in Wien aufgelistet.
Tanzbarer Indierock? Wird geliefert. Hymnisch angelegter Pop? Natürlich auch dabei. Und ein Hauch von Chaos und Unberechenbarkeit? Darf sowieso nicht fehlen. Die Pop- und Rockkonzerte im November wissen das klassische Instrumentarium der jeweiligen Genres gut zu bedienen, sei es beim deutschen Kraftklub, den US-Poppern OneRepublic oder den ehemaligen britischen Unruhestiftern Libertines. Wobei das Aufgebot der kommenden Wochen in Wien natürlich noch weit mehr umfasst.
Placebo und Rise Against in der Wiener Stadthalle
In der Wiener Stadthalle dominieren vorwiegend gitarrenlastige Klänge: Am 2. November eröffnet Placebo den Reigen auf durchaus gehaltvolle Weise, hat die Band um Brian Molko und Stefan Olsdal heuer doch das hervorragende neue Album "Never Let Me Go" vorgelegt. Besucher des Nova-Rock-Festivals kamen im Sommer bereits in dessen Livegenuss, was im übrigen auch für die Stadthallen-Durchreisenden Rise Against (9.11.) und Kraftklub (19.11.) gilt. Eine kleine Rockreunion ist es also, die sich da abspielen wird, wobei alle Protagonisten auf ihr neues Material setzen können.
Volbeat und Alter Bridge in der Wiener Stadthalle
Ohne neues Album, aber ebenfalls mit reichlich
Nova-Historie kommen die dänischen Elvis-Verehrer Volbeat nach
Österreich: Die Metalgruppe um Sänger und Gitarrist Michael Poulsen
beehrt die Innsbrucker Olympiahalle (21.11.) ebenso wie die Wiener
Stadthalle (22. und 23.11.). Ebenfalls den etwas härteren Klängen
verschrieben haben sich Alter Bridge um Aushängeschild Myles Kennedy.
Das Quartett hat erst kürzlich "Pawns & Kings" vorgelegt, wobei das
siebente Studioalbum wenig an der erprobten Formel aus eingängigen Hooks
und messerscharfen Riffs ändert. Am 28. November dürfen folglich in der
Wiener Stadthalle die Stimmbänder malträtiert und die Fäuste gereckt werden.
OneRepublic in der Wiener Stadthalle und Sam Ryder im Wiener Flex
Bei
so viel geballter Rockpower braucht es zwischendurch aber vielleicht
ein paar weichere Klänge. Dafür sorgen unter anderem Ryan Tedder und
seine Gruppe OneRepublic, die am 4. November in der Wiener
Stadthalle konzertieren. Wer sich das nicht entgehen lassen will und
zudem Song-Contest-Fan ist, hat eine schwierige Wahl vor sich. Immerhin
gastiert am selben Abend Sam Ryder, seines Zeichens Zweiter des
diesjährigen Wettbewerbs, im Wiener
Flex. Aber um nochmal auf Tedder zu sprechen zu kommen: Der hatte als
Produzent auch beim jüngsten Bastille-Album "Give Me The Future" seine
Finger im Spiel. Die Briten zelebrieren ihren tanzbaren Pop am 24.
November - erraten - in der Wiener Stadthalle.
Jacob Collier im Wiener Konzerthaus und Gregory Porter in der Wiener Stadthalle
Nicht
stillsitzen kann Jacob Collier: Der britische Musiker, der schon als
Teenager mit aufwendig gestalteten Coverversionen bekannt wurde, die
seine Virtuosität eindrucksvoll untermauerten, spielt wohl so ziemlich
jedes Instrument, das er in die Finger kriegt. Zuletzt hat er sich in
das vier Alben umfassende Projekt "Djesse" gestürzt, das auch etliche
Gastmusiker umfasst. Am 4. November spielt der mehrfache
Grammy-Gewinner, der sich mühelos zwischen Jazz, Funk und Pop bewegt, im
Wiener
Konzerthaus. Statt die Bühnen der Welt hätte Gregory Porter beinahe die
Sportstadien der USA unsicher gemacht, wäre seine Footballkarriere
erfolgreich verlaufen. Doch eine Verletzung machte diesen Traum
zunichte, weshalb sich der charismatische Musiker einfach einem anderen
widmete und heute als stimmmächtiger Jazzsänger gefeiert wird. Am 9.
November ist der in der Wiener Stadthalle zu erleben.
Libertines im Wiener Gasometer und Bonobo in der Grellen Forelle
Als
friktionsfrei konnte man die Zusammenarbeit von Carl Barât und Pete
Doherty in der Vergangenheit nicht immer bezeichnen. Die beiden
Kreativköpfe der Libertines waren für so manche Schlagzeile gut und vor
allem Doherty galt als Enfant terrible des Rockzirkus, bei dem man nie
genau wusste, ob man nun das Genie oder den Chaoten abbekommt.
Mittlerweile schaut das etwas anders aus und haben sich die Herren
deutlich gemäßigt, wobei eine verrückte Note wohl auch das gemeinsame
Konzert am 7. November im Wiener
Gasometer durchziehen dürfte. Dort greift zum Monatsende schließlich
der britische Produzent Bonobo zu seinen Gerätschaften, wenn er eine
bekömmliche Mixtur aus Trip-Hop, Jazz und World Music serviert. Gewohnt
gesellschaftskritisch sind unterdessen Die Nerven aus Deutschland
unterwegs, die ihr aktuelles, selbstbetiteltes Album am 23. November in
der Grellen Forelle vorstellen.
Dorian Concept im Wiener Porgy & Bess
Eine neue Klangreise hat auch Dorian Concept für seine Gefolgschaft in petto: Der Wiener Produzent und Musiker hat mit "What We Do For Others" ein abenteuerliches Skizzenbuch vorgelegt, auf dem sich die Sounds mal überschlagen, dann aber wieder ganz behutsam und vorsichtig aufeinander getürmt werden. Wie das live funktionieren kann, stellt er am 17. November im Wiener Porgy & Bess unter Beweis. Tags darauf ist wiederum das heimische Duo Elis Noa im Konzerthaus zugegen, wo Elisa Godino und Aaron Hader das dem Loslassen gewidmete Album"I Was Just About To Leave" vorstellen.