Bereits die Hälfte des ihr von der Stadt Wien zur Verfügung gestellten Kredits hat die Wien Energie inzwischen wieder zurückgezahlt. Das sind rund 700 Millionen Euro.
Die Wien Energie hat die Hälfte des Kredits der Stadt Wien bereits refundiert. Das hat Finanzstadtrat Peter Hanke (SPÖ) am Dienstag in der Fragestunde des Gemeinderats berichtet. Insgesamt hat die Stadt 1,4 Mrd. Euro für Sicherheitsleistungen an den Energiebörsen, sogenannte Margin-Zahlungen, bereitgestellt. Wie sich die Situation weiter entwickle, sei aber offen, betonte Hanke.
Wien Energie zahlte die Hälfte des Wiener Kredits bereits zurück
Die Unterstützung des Unternehmens hatte im Sommer für großes Aufsehen gesorgt. Denn auch der Bund musste einspringen, wobei hier sogar 2 Mrd. Euro bereitgestellt wurde. Hanke zeigte sich zufrieden, dass inzwischen 700 Mio. Euro wieder zurückgeführt werden konnten: "Ein großer Betrag, der den Markt widerspiegelt, der von Auf und Abs geprägt ist."
Energiemarkt entwickelte sich zuletzt "sehr erfreulich"
Zuletzt habe sich der Markt "sehr erfreulich" entwickelt. "Das bedeutet auch, dass wir die Kreditlinie des
Bundes bis zum heutigen Tag nicht anrühren mussten." Die Lage könne
sich aber auch wieder ändern, fügte er hinzu. Man könne nicht sagen, wie
das Thema in einem Monat aussehen werde.
Hanke: Keine massiven Auswirkungen auf Stadt-Budget
Massive Auswirkungen auf
das Stadt-Budget sind laut Hanke nicht zu erwarten. Wobei der Haushalt
für das kommende Jahr ohnehin nicht mehr abgesegnet werden muss - da im
Vorjahr ein Doppelbudget für 2022 und 2023 beschlossen wurde. Die
aktuelle Entwicklung, also die Situation auf den Energiemärkten und der
Krieg in der Ukraine, habe allerdings zu einer Veränderung der
Budgetzahlen geführt, betonte Hanke.
Darlehen der Stadt Wien muss bis November 2023 zurückgezahlt sein
"Gegebenenfalls" müssten
diese optimiert werden, erläuterte er. Allerdings handle es sich bei den
Darlehen um Kreditlinien, die bis November 2023 zurückgezahlt werden
müssten. "Daraus ergeben sich keine Konsequenzen auf der
Beschlussebene." Eine Nachtragsbudgetierung sei nicht vorgesehen.
Konsequenzen durch Wien Energie-Kredit bei Vermögensrechnung
Konsequenzen gebe es nur vorübergehend, etwa in der Vermögensrechnung. So seien die Kredite in den kurzfristigen Forderungen bilanziert worden bzw. die Finanzierungsschulden auf der Passivseite.
Hanke: "Entwicklung der Margin-Zahlungen permanent beobachtet"
"Natürlich
werden wir Entwicklung der Margin-Zahlungen permanent beobachten",
versprach er. Man lege jedenfalls großen Wert auf "ehestbaldige"
Tilgung. Die Entwicklung der Wien Energie
würde aktuell dafür sprechen. Denn durch die Inflation seien die
Einnahmen erhöht worden. "Das bedeutet, dass die aktuelle Situation eine
Einhaltung unseres Budgets ermöglicht." Hanke versprach, dazu im
Finanzausschuss einen schriftlichen Bericht vorzulegen.