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Wien Energie zahlte Hälfte des Wiener Kredits zurück

18-10-2022, 11:33

Bereits die Hälfte des ihr von der Stadt Wien zur Verfügung gestellten Kredits hat die Wien Energie inzwischen wieder zurückgezahlt. Das sind rund 700 Millionen Euro.

Die Wien Energie hat die Hälfte des Kredits der Stadt Wien bereits refundiert. Das hat Finanzstadtrat Peter Hanke (SPÖ) am Dienstag in der Fragestunde des Gemeinderats berichtet. Insgesamt hat die Stadt 1,4 Mrd. Euro für Sicherheitsleistungen an den Energiebörsen, sogenannte Margin-Zahlungen, bereitgestellt. Wie sich die Situation weiter entwickle, sei aber offen, betonte Hanke.

Wien Energie zahlte die Hälfte des Wiener Kredits bereits zurück

Die Unterstützung des Unternehmens hatte im Sommer für großes Aufsehen gesorgt. Denn auch der Bund musste einspringen, wobei hier sogar 2 Mrd. Euro bereitgestellt wurde. Hanke zeigte sich zufrieden, dass inzwischen 700 Mio. Euro wieder zurückgeführt werden konnten: "Ein großer Betrag, der den Markt widerspiegelt, der von Auf und Abs geprägt ist."

Energiemarkt entwickelte sich zuletzt "sehr erfreulich"

Zuletzt habe sich der Markt "sehr erfreulich" entwickelt. "Das bedeutet auch, dass wir die Kreditlinie des Bundes bis zum heutigen Tag nicht anrühren mussten." Die Lage könne sich aber auch wieder ändern, fügte er hinzu. Man könne nicht sagen, wie das Thema in einem Monat aussehen werde.

Hanke: Keine massiven Auswirkungen auf Stadt-Budget

Massive Auswirkungen auf das Stadt-Budget sind laut Hanke nicht zu erwarten. Wobei der Haushalt für das kommende Jahr ohnehin nicht mehr abgesegnet werden muss - da im Vorjahr ein Doppelbudget für 2022 und 2023 beschlossen wurde. Die aktuelle Entwicklung, also die Situation auf den Energiemärkten und der Krieg in der Ukraine, habe allerdings zu einer Veränderung der Budgetzahlen geführt, betonte Hanke.

Darlehen der Stadt Wien muss bis November 2023 zurückgezahlt sein

"Gegebenenfalls" müssten diese optimiert werden, erläuterte er. Allerdings handle es sich bei den Darlehen um Kreditlinien, die bis November 2023 zurückgezahlt werden müssten. "Daraus ergeben sich keine Konsequenzen auf der Beschlussebene." Eine Nachtragsbudgetierung sei nicht vorgesehen.

Konsequenzen durch Wien Energie-Kredit bei Vermögensrechnung

Konsequenzen gebe es nur vorübergehend, etwa in der Vermögensrechnung. So seien die Kredite in den kurzfristigen Forderungen bilanziert worden bzw. die Finanzierungsschulden auf der Passivseite.

Hanke: "Entwicklung der Margin-Zahlungen permanent beobachtet"

"Natürlich werden wir Entwicklung der Margin-Zahlungen permanent beobachten", versprach er. Man lege jedenfalls großen Wert auf "ehestbaldige" Tilgung. Die Entwicklung der Wien Energie würde aktuell dafür sprechen. Denn durch die Inflation seien die Einnahmen erhöht worden. "Das bedeutet, dass die aktuelle Situation eine Einhaltung unseres Budgets ermöglicht." Hanke versprach, dazu im Finanzausschuss einen schriftlichen Bericht vorzulegen.

(APA/Red)

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