Nach dem Sieg von Alexander Van der Bellen bei der Bundespräsidentenwahl wird am Montag noch die Briefwahl ausgewertet. Das könnte sich nach der Auszählung am Montag noch ändern.
Die stand schon nach der Auszählung der Urnenwahl am Sonntagabend fest. Die geschätzt 850.000 noch ausständigen Briefwahlstimmen werden die Prozentverteilung noch etwas ändern - und sie könnten einen Platzwechsel zwischen dem Dritt- und Viertplatzierten bringen. Noch deutlich anziehen wird die Wahlbeteiligung.
Sie wird von den 52,5 Prozent Beteiligung an der Urnenwahl auf deutlich über 60 Prozent steigen. Die Hochrechner von ARGE Wahlen und von SORA/ORF gehen von letztlich 65,9 Prozent aus (1. Wahlgang 2016: 68,5 Prozent).
Zulegen wird mit der
Briefwahlauswertung auch noch Van der Bellen. Er kam bei den in
Wahllokalen am Sonntag abgegeben Stimmen auf 54,6 Prozent. Damit hat der
Ex-Grünen-Chef seine zweite Amtszeit sicher, er muss in keine
Stichwahl. Inklusive der Briefwahlstimmen wird sein Ergebnis laut
Hochrechnungen von ARGE Wahlen und SORA/ORF aber noch besser ausfallen -
schlussendlich dürfte er bei rund 56 Prozent zu liegen kommen.
FPÖ-Kandidat Walter Rosenkranz erreichte am Sonntagabend 19,1 Prozent und Platz zwei. Mit der Briefwahl wir der Volksanwalt etwas verlieren - und kann mit 17,6 bis 17,9 Prozent im Endergebnis rechnen.
Eng war es schon am Wahlabend um Platz drei: In der Urnenwahl lag Rechtsanwalt Tassilo Wallentin mit 8,4 Prozent knapp vor Bierpartei-Chef Dominik Wlazny mit 8,2 Prozent. Dieses Ergebnis könnte sich noch umdrehen: SORA/ORF sah Wlazny in der Hochrechnung inklusive Briefwahl-Schätzung bei 8,4 Prozent, ganz knapp vor Wallentin mit 8,3 Prozent. Die Hochschätzung von ARGE Wahlen wies einen etwas größeren Abstand auf, hier wird Wlazny mit 8,83 Prozent und Wallentin mit 8,08 Prozent ausgewiesen.