Bei einem Medienauftritt am Platz vor der Präsidentschaftskanzlei warb er ein letztes Mal um Stimmen für den am Sonntag anstehenden Urnengang.

Bei einem Medienauftritt am Platz vor der Präsidentschaftskanzlei warb er ein letztes Mal um Stimmen für den am Sonntag anstehenden Urnengang.
© APA/HELMUT FOHRINGER
"Unser Land steht am Sonntag vor einem Scheideweg", versicherte der Ex-FPÖ/BZÖ-Politiker - der einmal mehr betonte, dass er dem "Establishment" einen "Denkzettel" verpassen wolle. Grosz bekrittelte bei seinem letzten Wahlkampftermin etwa "ungezählte Verfassungsbrüche" der Bundesregierung und wetterte gegen Korruption und Politiker, die sich die eigenen Taschen gefüllt hätten, während sich viele die Stromrechnung nicht mehr leisten könnten.
Ein konkretes Wahlziel bei der Bundespräsidentenwahl nannte er nicht. "Wir starten bei Null, in diesem Sinne ist jede Stimme ein Riesenerfolg für mich", versicherte er. Es sei jedoch sein Bestreben, Amtsinhaber Alexander Van der Bellen in eine Stichwahl zu zwingen. Grosz schwärmte von der "romantischen Vorstellung", dass er demnächst mit dem Präsidenten in eine Diskussionsrunde gehen könnte. Zugleich hob er hervor, dass er für seine Kampagne nur über 23.000 Euro an Spenden verfügt habe. Man sei ganz ohne Plakate und Wahlgeschenke ausgekommen.
Der Kandidat bedankte sich bei den anderen Mitbewerbern - wobei er Van der Bellen nicht erwähnte - für einen, wie er befand, großteils fairen Wahlkampf. Den Wahltag wird Grosz in der Steiermark beginnen, danach reist er nach Wien, um dort im Wahlzentrum (im Palais Niederösterreich, Anm.) ab etwa 18.00 Uhr erstmals Fragen zum zu beantworten.
(APA/red)
