Gegen Promi-Wirt Martin Ho wird seit März wegen Betrugsverdachts ermittelt. Jetzt hat der Wiener seine Tätigkeiten als Geschäftsführer bei seiner Dots-Gruppe zurückgelegt.
Es geht um mutmaßlich falsche Abrechnungen von , es gilt die Unschuldsvermutung. Nun tut sich in der Dots Group einiges - und der Wiener Wirt Ho ist seit Ende August nicht mehr deren Geschäftsführer, berichtete "Dossier". Aus Sicht des Unternehmens handelt es sich lediglich um eine "Neuordnung der Agenden im Zuge der Internationalisierung". Es gebe keinen Zusammenhang mit den Ermittlungen
"Die Eigentumsverhältnisse der Familie Ho bleiben von der neuen Aufgabenverteilung unberührt", ließ die Dots Group am Montag über eine von ihr engagierte PR-Agentur wissen. "Ho selbst widmet sich primär der internationalen Expansion der Dots Group und besetzt operative Funktionen neu."
Die Dots Beteiligung GmbH ist die zentrale
Steuerungsholding der aus Clubs, Restaurants sowie Hotel- und
Kulturbetrieben bestehenden Firmengruppe von Ho, ein in Österreich
prominent gewordener gebürtiger Vietnamese und Freund von Ex-ÖVP-Chef
und -Bundeskanzler Sebastian Kurz. Die Holding verwaltet die Anteile an
elf Tochtergesellschaften, darunter die Dots Nussdorf GmbH
("Brunnerhof") und die Chin Chin Gastronomie GmbH. Laut
Arbeitsmarktservice Wien
sollen diese beiden Firmen bei der Verrechnung von
Corona-Kurzarbeitshilfen geschwindelt haben - und Martin Ho als deren
Geschäftsführer dafür verantwortlich sein. Das ließ Ho zuletzt über
einen Sprecher heftig dementieren.
Ho trat laut "Dossier" aus
weiteren acht Gesellschaften als Chef zurück, darunter "Brunnerhof"
sowie die Dots PS GmbH ("Pratersauna"), die Dots Prater GmbH ("Vie i
Pee") oder die Hogallery GmbH.