Personen aus Risikogruppen können sich in Wien ab sofort für die Affenpocken-Impfung vormerken lassen. Die verfügbaren Impftermine werden am 14. September freigeschaltet.
Die Stadt Wien hat heute, Freitag, das zentrale Vormerksystem für die Affenpockenimpfung () online gestellt. Aufgrund der extrem knappen Verfügbarkeit des Impfstoffes können vorerst nur Personen aus Risikogruppen, wie etwa Mitarbeiter des Gesundheitsdiensts, geimpft werden. Interessierte werden aber kontaktiert, sobald es neuen Impfstoff gibt, wie es aus dem Büro von Gesundheitsminister Peter Hacker (SPÖ) hieß.
Nur geringe Mengen an Affenpocken-Impfstoff verfügbar
Von den 2.340 Affenpocken-Impfdosen, die den Bundesländern bereits zugewiesen wurden, entfallen 21,5 Prozent auf Wien. Laut Erlass des Gesundheitsministers dürfen davon ein Drittel für präexpositionelle, also vorbeugende Schutzimpfungen verwendet werden. Nachdem diese intradermal, also "unter die Haut" verabreicht werden, kann die Zahl der impfbaren Personen zwar erhöht werden, jedoch reichen die vorhandenen Impfdosen für nur rund 400 Personen.
"In den vergangenen Wochen war ich viel in Kontakt mit jenen Organisationen, die sich intensiv mit dem Thema Affenpocken auseinandergesetzt haben. Darum tut es mir wirklich weh, dass wir aufgrund der enormen Impfstoffknappheit nicht allen Interessierten eine vorbeugende Affenpocken-Impfung anbieten können", sagte Hacker.
NIG definierte Risikogruppen für Affenpocken-Impfung
Vom nationalen Impfgremium werden derzeit folgenden Personengruppen ab 18 Jahren eine vorbeugende Impfung angeboten: Personal in spezialisierten Laboren, die mit Orthopoxviren arbeiten, Gesundheitspersonal, das einem sehr hohen Expositionsrisiko durch an Affenpocken erkrankten Personen bzw. Orthopoxviren ausgesetzt ist, sowie Personen mit individuellem Risikoverhalten (Personen mit häufig wechselnden sexuellen Kontakten, derzeit betroffen sind insbesondere Männer mit gleichgeschlechtlichen Partnern). Die Impfung kann auch im Rahmen einer Riegelungsimpfung (Impfaktionen zur Unterbindung eines lokalen Ausbruchsgeschehens) verabreicht werden.
Impftermine in Wien werden am 14. September freigeschaltet
Bei der Vormerkung muss angeben werden, ob man
zu einer dieser Gruppen zählt. Bei dem ausführlichen
Aufklärungsgespräch durch den Arzt oder die Ärztin werden diese
Informationen noch einmal auf ihre Richtigkeit hin überprüft. Personen,
die nicht zu diesen Gruppen gehören, können sich aber trotzdem Vormerken
lassen und werden kontaktiert, sobald mehr Impfstoff zur Verfügung
steht.
Am 14. September werden die verfügbaren Impftermine
freigeschaltet. Alle Personen der Zielgruppe, die bis dahin vollständig
vorgemerkt sind, bekommen an dem Tag automatisch eine Erinnerung sowohl
per E-Mail als auch per SMS. Danach können die Impftermine umgehend
gebucht werden. Die ersten Affenpocken-Impftermine finden ab 19.
September statt. "Wir bitten jedoch um Verständnis, dass aufgrund der
enormen Impfstoffknappheit nicht alle InteressentInnen einen Impftermin
bekommen werden", hieß es.