An einem Kiosk in der Gumpendorfer Straße in Wien-Mariahilf bewarf ein Betrunkener einen 25-Jährigen und zu Hilfe eilende Passanten mit Glasflaschen. Als die Polizei ihn abführte, sprang er bei seiner Flucht von der Pilgrambrücke und verletzte sich schwer.
Gegen 21.10 Uhr wurde die Polizei alarmiert, nachdem ein Betrunkener einen 25-Jährigen an einem Kiosk in Wien-Mariahilf grundlos geschlagen und mit einer Glasflasche attackiert haben soll. Auch zur Hilfe eilende Passanten sollen mit Glasflaschen beworfen worden sein.
Da der Tatverdächtige vor Ort immer wieder wirre und falsche Angaben zu seinem Namen machte, wollten die Polizisten ihn zur nächsten Polizeiinspektion bringen. Auf dem Weg dorthin versuchte der Mann zu Fuß zu flüchten. Die Beamten verfolgten ihn bis zur Pilgrambrücke, von der aus er in den Wien-Kanal sprang.
Die Polizisten verfolgten den Flüchtenden in einen Tunnel, dort versuchte er sich in einem Abflussrohr vor ihnen zu verstecken.
Durch den Brückensprung zog sich der Mann Verletzungen im Beinbereich
zu und konnte nicht mehr aus dem Kanal steigen. Der Verletzte wurde von der Berufsfeuerwehr Wien in einer Rettungswanne mit einer Drehleiter und einem Flaschenzug unter Begleitung eines Höhenretters der Feuerwehr auf Straßenniveau gehoben. Dort wurde der Mann vom Rettungsdienst notfallmedizinisch erstversorgt und unter Polizeibegleitung in ein Wiener Krankenhaus gebracht.
Bei seiner Spitalsbehandlung attackierte der Tatverdächtige zusätzlich noch
seinen behandelnden Arzt mit Fußtritten.
Der Mann, ein 20-jähriger österreichischer Staatsbürger, wurde wegen des
Verdachts der Körperverletzung und der versuchten Körperverletzung festgenommen.