Der Umweltbericht "vienna green economy Report" von der Wirtschaftskammer Wien analysiert aktuelle Klimaschutz-Projekte etwa im Bereich Verkehr, und finden ein CO2-Einsparungspotenzial von 1,5 Tonnen jährlich. Der Bericht zeigt große CO2-Einsparungspotentiale bei der Stadt Wien an.
"Hier zusammengefasst sind Projekte, die schon bestehen, die in Planung sind und die noch eine Vision sind", sagte WK Wien-Präsident Walter Ruck. Einen genauen Zeitpunkt, ab wann die erfassten Projekte abgeschlossen und das berechnete CO2-Einsparungspotenzial von 1,5 Mio. Tonnen jährlich erreicht sein soll, könne man deshalb nicht nennen. "Der Bericht soll darlegen, was alles möglich ist", so Ruck.
Auf wirtschaftlicher Seite rechnet man sich aus, dass die Vorhaben während Planung und Bau 18,1 Mrd. Euro zum Wiener Bruttoregionalprodukt beitragen und 160.000 Arbeitsplätze sichern oder schaffen. Im Vollbetrieb sollen die Projekte dann jährlich 7,6 Mrd. Euro einbringen und
rund 68.000 Jobs sichern. Einkalkuliert sind hier sowohl die direkten
also auch die indirekten Effekte in anderen Sektoren, etwa zusätzliche
Umsätze im Versicherungsbereich, die durch den Ausbau des öffentlichen
Verkehrs entstehen. Untersucht wurden Projekte in den Bereichen Verkehr,
Energie, Kreislaufwirtschaft und Immobilien.
Die Stadt Wien habe bereits seit 1999 ein Klimaschutzprogramm, in dem "sehr konsequent" an der Erreichung von Klimaschutzzielen gearbeitet werde, sagte der Wiener Bürgermeister Michael Ludwig (SPÖ). Bis 2040 will die Stadt Wien CO2-neutral sein. "Wir sehen keinen Widerspruch zwischen Wirtschaftlichkeit und Klimaschutz", so Ludwig, vielmehr sei ein "Wachstum durch Wandel" erzielbar.