Die Wiener Stadthalle errichtet auf dem Dach eine Photovoltaikanlage. Bis 2030 will die Stadt Wien sechzehn Mal so viel Strom aus der Sonne gewinnen wie 2020.
Die riesige Photovoltaikanlage auf dem Dach der Wiener Stadthalle soll aus 2.956 Modulen bestehen und pro Jahr rund 1,1 Millionen Kilowattstunden Strom erzeugen - so viel wie 580 Einpersonen-Haushalte in Wien jährlich verbrauchen, hieß es am Mittwoch bei der Präsentation durch Wirtschaftsstadtrat Peter Hanke (SPÖ), Wien Holding-Chef Kurt Gollowitzer und Stadthallen-Geschäftsführer Matthäus Zelenka.
"Vor etwas mehr als einem Jahr hat die Stadt Wien den Startschuss für die Wiener Photovoltaik (PV)-Offensive gegeben - dem größten Sonnenstromausbau-Programm, das die Stadt je gesehen hat. Bis 2030 soll sechzehn Mal so viel Strom aus der Sonne gewonnen werden wie 2020, so lautet das Ziel", sagte Hanke.
Das riesige Dach der Stadthalle
befindet sich auf einer Höhe von 25 Metern. Keine anderen Häuser werfen
einen Schatten darauf und es ist mit fast fünfeinhalbtausend
Quadratmetern so groß wie 21 Tennisplätze. Das seien beste
Voraussetzungen dafür, möglichst viel Sonnenstrom zu gewinnen. Laut
Berechnungstool der Österreichischen Energieagentur können damit
jährlich 486 Tonnen Kohlendioxid gespart werden. Bei einer Nutzungsdauer
von 25 Jahren sind das insgesamt 12.161 Tonnen.
Und noch einen Vorteil bringt das Sonnendach: Die Module beschatten quasi zusätzlich eine Dachfläche von insgesamt 5.386 Quadratmetern. Und das reduziert in der warmen und heißen Jahreszeit die Raumtemperatur in der großen Halle D, die sich dadurch weniger aufheizt.