logo



[email protected]

Wiener Regenbogenparade: Polizistin bekam Glasflasche auf den Kopf

12-06-2022, 12:50

Die Polizei zog am Sonntag Bilanz zum Einsatz bei der Regenbogenparade am Samstag in der Wiener Innenstadt. Dabei gab es vor allem bei der Gegenversammlung für die Beamten viel zu tun.

Die Parade führte den Ring entlang und fand ihren Abschluss am Wiener Rathausplatz. Etwa zeitglich fand eine rechtmäßig angezeigte Kundgebung mit dem Titel „Marsch für die Familie“ statt, bei der sich die Teilnehmerzahl im unteren dreistelligen Bereich bewegte.

Polizeibilanz bei Regenbogenparade in der Wiener Innenstadt

Die Teilnehmer versammelten sich gegen 14:00 Uhr am Stephansplatz. Diesen gegenüberstehend formierte sich eine Spontankundgebung mit etwa gleich vielen Demonstranten. Die Wiener Polizei errichtete zunächst einen Schutzbereich zwischen den Versammlungen. Ziel war es hierbei, einerseits Störversuche sowie Gewalttaten zwischen den Gruppen zu verhindern, andererseits das verfassungsmäßige Recht auf Abhaltung einer ordnungsgemäß stattfindenden Versammlung zu gewährleisten. Da aber in Folge die Teilnehmerinnen und Teilnehmer der Gegenversammlung den vorgeschriebenen Schutzbereich missachteten und etliche verbale Aufforderungen der Polizei ignorierten, wurden diese Personen schließlich von Polizeieinheiten zurückgedrängt.

Gegenversammlung missachtete vorgeschriebenen Schutzbereich

Zur Durchsetzung dieser Maßnahme wurde vereinzelt vom Reizgasspray als gelinderes Mittel gegenüber anderen, invasiveren Maßnahmen Gebrauch gemacht. Im Zuge des Abdrängens wurde eine Glasflasche auf die Polizisten geworfen. Diese traf eine Polizistin am Kopf, wodurch sie eine Platzwunde erlitt. Die Wunde musste medizinisch versorgt werden. Ihren Dienst konnte die Beamtin nicht weiter fortsetzen.

Teilnehmer der Gegendemo traf Polzistin mit Glasflasche am Kopf

Die Kundgebungsteilnehmer der angezeigten Kundgebung marschierten anschließend zum Ballhausplatz, wo die Abschlusskundgebung ohne weitere Zwischenfälle stattfand. Im gesamten Einsatzverlauf kam es zu insgesamt 30 Anzeigen, davon 24 wegen strafrechtlicher Delikte, 6 wegen verwaltungsrechtlicher. Die Ziele, die Aufrechterhaltung der öffentlichen Ordnung und Sicherheit zu gewährleisten sowie ein Aufeinandertreffen von Kundgebungsteilnehmern gegensätzlicher Interessen zu verhindern, wurden erreicht.

(Red)

Nachrichtenquelle


© 2017-2024 wienpress.at [email protected]