
„TiSUN (…) entwickelt, produziert und vertreibt hochwertige Sonnenkollektoren und Schichtspeicher, die auch extremen Klimabedingungen standhalten“, heißt es auf der Internet-Homepage der Firma TiSUN. „Innovative Spitzentechnologie, höchste Qualität und ein ausgezeichnetes Vertriebs- und Servicenetz bescheren TiSUN beachtliche Zuwachsraten. TiSUN exportiert in 50 Länder rund 83 Prozent seiner Produktion. TiSUN und seine Partner haben das Ziel, die Wärmeversorgung und Heizungsunterstützung unabhängig von Ressourcen gebundener Energie zu machen.“
Über das Vermögen der Firma TiSun GmbH, mit Sitz in Söll, wurde heute, Montag, am Landesgericht Innsbruck ein Sanierungsverfahren ohne Eigenverwaltung eröffnet. Das bestätigt Gerhard Weinhofer vom Gläubigerschutzverband Creditreform dem KURIER. Es sind rund 180 Gläubiger und 27 Arbeitnehmer von der Pleite betroffen.
Dem Vernehmen nach kämpft der Betrieb seit drei Jahren mit massiven Umsatzrückgängen, zuletzt wurden Verluste geschrieben. Das Unternehmen soll fortgeführt werden, aber nur mit einer verkleinerten Mannschaft. Die Finanzierung des Fortbetriebs und der Gläubigerquote (20 Prozent) soll aus dem laufenden Geschäft erfolgen.
Die Verbindlichkeiten werden mit rund 7,46 Millionen Euro beziffert, davon entfallen sechs Millionen Euro auf Banken. Diese Verbindlichkeiten sind mit den offenen Forderungen besichert. Die Höhe der Aktiva ist derzeit noch nicht klar. Aber das Unternehmen verfügt über Bankguthaben und eine Betriebsliegenschaft. Im Geschäftsjahr 2015/2016 wurden rund 10,11 Millionen Euro umgesetzt, das EGT betrug laut Firmencompass minus 270.000 Euro.
Die TiSUN GmbH gehört zu fast 95 Prozent der TiSUN Brand GmbH, der Rest gehört der Sonnenkraft GmbH. Früher wurden laut Firmencompass rund 60 Mitarbeiter beschäftigt.
