Das teilte ein Sprecher des Wiener Landesgerichts am Montag der APA mit. Der Mann war am 31. Jänner am Istanbuler Flughafen festgenommen worden. Er war bereits unmittelbar nach der Tat namentlich bekannt.

Das teilte ein Sprecher des Wiener Landesgerichts am Montag der APA mit. Der Mann war am 31. Jänner am Istanbuler Flughafen festgenommen worden. Er war bereits unmittelbar nach der Tat namentlich bekannt.
Die Verhängung der Untersuchungshaft erfolgte noch am vergangenen Freitag aufgrund von Flucht- und Tatbegehungsgefahr, so der Gerichtssprecher. Allerdings ist sie noch nicht rechtskräftig, der Beschuldigte gab keine Erklärung ab.
Bei der Auseinandersetzung am 6. November wurden ein 33-jähriger Tschetschene vor dem Lokal beim Yppenmarkt getötet und ein 55-jähriger Serbe schwer verletzt. Zudem erlitt eine weitere Person einen Streifschuss, wie die Polizei einige Tage später bekannt gab. Die Opfer und die Täter sollen einander gekannt haben, wobei sich eine zwischen ihnen geführte verbale Auseinandersetzung aus dem Lokal auf die Straße verlagerte und schließlich zu der Tat führte. Zwei Komplizen des Schützen hatten sich bereits kurz nach der Tat unabhängig voneinander der Polizei gestellt.
Der 34-jährige Hauptverdächtige, ein österreichischer Staatsbürger, war den Ermittlern bald nach den Schüssen namentlich bekannt gewesen, sein Aufenthaltsort jedoch nicht. Es wurde ein EU-Haftbefehl gegen den Mann erlassen, seit Mitte November auch mit Fahndungsfotos nach ihm gesucht. Nach "monatelangen, akribischen Ermittlungen des Landeskriminalamtes Wien" wurde der Gesuchte am 31. Jänner am Istanbuler Airport festgenommen und am vergangenen Mittwoch nach Wien überstellt.
(APA/Red)
