Im Zuge der Radwegeoffensive entstanden in Wien-Floridsdorf bereits ein Zwei-Richtungs-Radwege auf der Floridsdorfer Hauptstraße und der Angerer Straße sowie Ein-Richtungs-Radwege auf der Leopoldauer Straße. Nun startet ein Projekt zum Lückenschluss im Bezirk.
In der Leopold-Ferstl-Gasse wird ein komfortabler Zwei-Richtungs-Radweg auf einer Gesamtlänge von 115 Metern gebaut, der die Anbindung von der Floridsdorfer Hauptstraße zum Bahnhof Floridsdorf deutlich verbessert. Bereits Ende Mai wird das Projekt fertiggestellt sein.
Kostengünstige Leichtbauweise bei Radweg in der Leopold-Ferstl-Gasse
"Umgesetzt wird dieser neue Radweg in einer kosteneffizienten Leichtbauweise, die für Verkehrssicherheit und hohen Komfort sorgt. Diese Methode funktioniert bereits am Neubaugürtel oder auf der Nordbergbrücke, wo wir im letzten Jahr rasch und kostengünstig sicherere Radwege geschaffen haben", sagt Wiens Mobilitätsstadträtin Ulli Sima. Bezirksvorsteher Georg Papai freut sich über das neue Projekt in Wien-Floridsdorf: "Die Floridsdorfer Hauptstraße verbindet den 21. Bezirk über die Donau in weiterer Folge mit den Inneren Bezirken und hat daher eine zentrale Bedeutung für das Radverkehrsnetz in Wien. Mit der 2024 fertiggestellten Umgestaltung bis Am Spitz und der bevorstehenden Neugestaltung entlang der Brünner Straße bis zur Karl- Schäfer-Straße ist eine komfortable und sichere Verbindung durch Floridsdorf für alle Verkehrsteilnehmer*innen möglich. Nun wird die Erreichbarkeit auch innerhalb des Bezirkes verbessert."
Sicher und komfortabel mit dem Rad zum Bahnhof Floridsdorf
Ein neuer Zwei-Richtungs-Radweg wird in der Leopold-Ferstl-Gasse gebaut und schließt an den bestehenden Radweg entlang der Floridsdorfer Hauptstraße an. Der etwa 115 Meter lange Abschnitt wird in Leichtbauweise realisiert, wobei der Radweg auf gleicher Höhe wie die Fahrspuren verläuft. Gummi-Schwellen von 25 Zentimetern Breite trennen den Radweg von den Fahrstreifen und erhöhen die Sicherheit. Einsatzfahrzeuge können die Schwellen überfahren.
Neu gestaltete Gehsteigvorziehungen verbessern die Sicht und erhöhen die Sicherheit in Kreuzungsbereichen für Fußgänger. Ab der Schöpfleuthnergasse gibt es eine verkehrsberuhigte Radverbindung durch eine Sackgasse, die an den bestehenden Geh- und Radweg in der Linken Nordbahngasse anschließt. Diese Radinfrastruktur ermöglicht eine einfache und komfortable Erreichbarkeit des Bahnhofs Floridsdorf über die Leopold-Ferstl-Gasse von der Floridsdorfer Hauptstraße für Radfahrer.
"Ich bin das ganze Jahr über selbst mit dem Rad in Wien unterwegs und weiß aus eigener Erfahrung: Es sind oft die kleinen Lücken, die den großen Unterschied machen. In der Leopold-Ferstl-Gasse schließen wir nun eine solche wesentliche Verbindung. Dabei zeigen wir, wie moderne Mobilität funktioniert: Durch den Einsatz effizienter Leichtbauweisen schaffen wir schnell, komfortabel und vor allem kostensparend echte Verbesserungen. Wir bauen die Infrastruktur genau dort aus, wo die Wienerinnen und Wiener sie in ihrem Alltag wirklich brauchen - so machen wir den Umstieg aufs Rad jeden Tag ein Stück attraktiver", so NEOS-Mobilitätssprecherin Angelika Pipal-Leixner.
Innovative, kostengünstige und sichere Lösungen für Radweg-Lückenschlüsse
In den letzten Jahren hat die Radwegoffensive in Wien erheblich an Strecke gewonnen, genauer gesagt, wurden bereits mehr als 100 Kilometer im Hauptnetz erreicht. Dieses Jahr liegt der Fokus auf weiteren Lückenschlüssen und der Verwendung von Leichtbauweisen, wo immer möglich. Neben der Leopold-Ferstl-Gasse wird diese Methode auch in der Oberen Donaustraße im 2. Bezirk und in der Althanstraße im 9. Bezirk angewendet. Diese Bauweise hat sich in ähnlichen Formen unter anderem am Neubaugürtel und an der Nordbergbrücke bewährt. Der Radweg wird dabei nicht wie gewöhnlich auf einem erhöhten Niveau mit Randsteinen abgetrennt, sondern bleibt auf Straßenniveau.
Die Abgrenzung zwischen Radweg und motorisiertem Verkehr kann unterschiedlich gestaltet werden, wichtig ist, dass die Sicherheit der Radfahrenden gewährleistet bleibt. Bereits im sechsten Jahr in Folge setzt Wien seine Initiative zur Förderung des Radverkehrs fort: Mit 33 neuen Projekten und etwa 12,5 Kilometern neuer Radweginfrastruktur wird das Hauptnetz für Radfahrer auch 2026 kontinuierlich erweitert. Der Schwerpunkt liegt in diesem Jahr auf der Fortführung wichtiger Radverbindungen sowie auf dem Schließen bestehender Lücken. Alle Infos dazu gibt es .