Die digitale Version der E-Card ist jetzt verfügbar, wie Regierung und Sozialversicherung mitteilten. Die Identitätsbestätigung erfolgt über ID Austria. Die digitale E-Card kann auf Android- und Apple-Geräten genutzt werden. Die physische Karte bleibt weiterhin uneingeschränkt nutzbar.
Digitalstaatssekretär Pröll bezeichnete die Einführung der digitalen e-Card als "Meilenstein", da nun alle Ausweise digital verfügbar sind. Laut Sozialministerin Schumann vereinfacht diese Neuerung den Alltag vieler Menschen. Claudia Neumayer-Stickler, Vorsitzende der Konferenz der Sozialversicherungsträger, sieht in der Digitalisierung die Chance, den Zugang zu medizinischen Angeboten zu erleichtern. Ihr Stellvertreter Peter McDonald hob hervor, dass ein modernes Gesundheitssystem auf technologischem Fortschritt basiert.
Konkret kann die digitale E-Card ab sofort über die SV-Apps "MeineSV", "MeineÖGK", und bald auch über "MeineBVAEB" und "svsGO" österreichweit in Ordinationen und Apotheken mit dem Smartphone genutzt werden. Genau wie die physische E-Card enthält auch die digitale Version keine Gesundheitsdaten, sondern ist ein Schlüssel zu den Daten im E-Card System. Die Sicherheit soll u.a. durch Bestätigung der Identität durch Login mit ID Austria gewährleistet werden.
Speziell an dem neuen Angebot ist, dass es laut Aussendung die erste Gesundheitskarte mit Signaturfunktion weltweit ist, die im Apple Betriebssystem iOS außerhalb der Wallet verfügbar und nutzbar ist. Damit bleiben die Nutzungsdaten von digitalen E-Cards außerhalb der Zugriffsmöglichkeiten von Apple.
An den gewohnten Prozessen in Praxen und Apotheken ändert sich auch durch die digitale E-Card nichts. Über 15.000 niedergelassene Ärztinnen und Ärzte, etwa 3.000 weitere Gesundheitseinrichtungen sowie alle 1.400 österreichischen Apotheken sind an das E-Card System angebunden.