Am Donnerstag haben Aktivistinnen und Aktivisten auf dem Areal der geplanten Event-Arena am Freigelände in St. Marx in Wien-Landstraße gegen den Bau des Projekts protestiert.
"Seit 8.00 Uhr morgens kommt es aufgrund einer nicht ordnungsgemäß angezeigten Versammlung zu einem noch andauernden Polizeieinsatz", so die Wiener Polizei zur Wien-Landstraße: Demo gegen geplante Event-Arena in St. Marx. Gegen 11.30 Uhr waren etwa 20 Demonstranten vor Ort, wie die Polizei der APA mitteilte. Es sei jedoch nicht auszuschließen, dass diese Anzahl noch steigen könnte.
Die Event-Arena soll Austragungsort für sämtliche Arten von Shows und Events werden, also etwa für große Rock- und Popkonzerte oder auch für Sportbewerbe und Messen. Knapp 150 Veranstaltungen pro Jahr soll das Gebäude beherbergen können. Der Großbau entsteht auf einer Fläche neben der bestehenden Rinderhalle (jetzt Marx-Halle). Das Areal liegt seit Jahren brach und wird offiziell nur temporär benutzt - etwa als Zirkus-Standplatz.
Gegen das Bauprojekt gibt es aber auch Widerstand. "Der Abriss der jahrelangen friedlichen und selbstverwalteten Kulturorte in St. Marx untergräbt die Initiative von selbstorganisierten Bürgerinnen und Bürgern Wiens. Die dort entstandenen Selbstverwaltungen belebten die Freifläche als einzigartige kulturelle Landschaft dieser Stadt. Es entwickelten sich niederschwellige Orte des Zusammenkommens und der Begegnung, die vielen Menschen in Wien mittlerweile als gelebte Utopien bekannt sind - kurz gesagt, die Freifläche in St. Marx war ein belebter magischer Ort", hieß es in einen Statement der Demonstrierenden.
"St. Marx ist Treffpunkt und Bewegungsraum inmitten eines stark bebauten Stadtteils. Doch statt diese graue Wüste zu entsiegeln und in einen Wohlfühlort für Mensch und Natur zu verwandeln, wird nun gegen den Willen der Bevölkerung die nächste Event-Halle gebaut", kritisierte auch die Umwelt-NGO Greenpeace.