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Wiener gab Ehemann Pistole für Femizid in Baden: U-Haft wegen Beihilfe zu Mord beantragt

Heute, 09:42

Nach dem Femizid einer 38-jährigen Frau am Sonntag in Sooß (Bezirk Baden) richtet sich das Augenmerk der Ermittlungen nun auch auf den Mann, der dem 47-jährigen tatverdächtigen Ehemann in Wien eine Neun-Millimeter-Pistole gegeben haben soll. Nach seiner Festnahme wurde die Untersuchungshaft für den 45-Jährigen beantragt, wie Erich Habitzl, Sprecher der Staatsanwaltschaft Wiener Neustadt, am Donnerstag zur APA mitteilte. Der Verdächtige wird als Beitragstäter des Mordes untersucht.

Medial kolportiert wurde, dass der 45-Jährige bis vor wenigen Monaten eine Haftstrafe verbüßt haben soll. Der Beschuldigte sei einschlägig vorbestraft, bestätigte Habitzl, ohne weitere Details zu nennen.

Niederösterreich: Vierfache Mutter starb durch "zahllose" Stichverletzungen

Die 38-jährige vierfache Mutter erlitt am Abend des Ostersonntags drei Schuss- und mehrere Stichverletzungen. Zum Tod führten laut vorläufigem Obduktionsergebnis die Stiche, die der Frau mit einem Schraubendreher zugefügt worden sein dürften. Der geständige 47-jährige Beschuldigte soll mit der Neun-Millimeter-Pistole auf seine Frau gefeuert haben. Die Schüsse seien nicht tödlich gewesen, die Stichverletzungen jedoch schon, sagte Habitzl. Die Pistole wurde sichergestellt, der Verdächtige dürfte die Waffe vom 45-Jährigen bekommen und illegal besessen haben.

Häusliche Gewalt: Anlaufstellen für Frauen

In Österreich finden Frauen, die Gewalt erleben, u. a. Hilfe und Informationen bei der Frauen-Helpline unter: 0800-222-555, www.frauenhelpline.at; beim Verein Autonome Österreichische Frauenhäuser (AÖF) unter www.aoef.at, sowie beim Frauenhaus-Notruf unter 057722 und den Österreichischen Gewaltschutzzentren: 0800/700-217, https://www.gewaltschutzzentrum.at/, beim Polizei-Notruf: 133

(APA/Red.)

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