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"Zahllose" Stichverletzungen bei Femizid in Baden: Obduktion zeichnet Bild einer hasserfüllten Tat

Heute, 10:49

Nach dem Tötungsdelikt an einer 38-jährigen Frau durch ihren Ehemann am Sonntagabend in Sooß (Bezirk Baden) ist das vorläufige Obduktionsergebnis nun verfügbar. Laut Erich Habitzl, Sprecher der Staatsanwaltschaft Wiener Neustadt, wies die Frau drei Schussverletzungen und "zahllose" Stichverletzungen auf. Am Mittwoch erklärte er auf Anfrage, dass die Stiche, die mit einem Schraubenzieher zugefügt worden sein dürften, zum Tod der Frau führten.

Der Mann dürfte mit einer Neun-Millimeter-Pistole auf seine Frau gefeuert haben. Die Schüsse seien nicht tödlich gewesen, die Stichverletzungen jedoch schon, sagte der Sprecher. Die Pistole wurde sichergestellt, der Verdächtige dürfte die Waffe illegal besessen haben.

Zwischen dem getrennt lebenden Paar, das vier minderjährige Kinder hat, soll es Streitigkeiten gegeben haben. Als Motiv des 47-Jährigen gelten Hass auf die 38-Jährige bzw. Streit. Verübt worden war die Tat am Ostersonntag gegen 18.30 Uhr. Das Opfer wurde im Garten eines Wohnhauses aufgefunden. Der 47-Jährige hatte die Polizei selbst verständigt, er wurde festgenommen. Der Ehemann hat nach Angaben der Anklagebehörde zugegeben, die 38-Jährige umgebracht zu haben.

Gewaltdelikte: Anlaufstellen für Frauen

In Österreich finden Frauen, die Gewalt erleben, u. a. Hilfe und Informationen bei der Frauen-Helpline unter: 0800-222-555, www.frauenhelpline.at; beim Verein Autonome Österreichische Frauenhäuser (AÖF) unter www.aoef.at, sowie beim Frauenhaus-Notruf unter 057722 und den Österreichischen Gewaltschutzzentren: 0800/700-217, https://www.gewaltschutzzentrum.at/, beim Polizei-Notruf: 133

(APA/Red.)

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