Vor der vierten Runde zur Kollektivvertragsverhandlung für den Finanzsektor organisierte die Gewerkschaft GPA am Dienstag eine Kundgebung vor der Alten Börse in Wien.
Rund 500 Beschäftigte aus der Banken-Branche nahmen an der Kundgebung vor der Alten Börse in Wien teil. Die Gewerkschaft GPA fordert vor der 4. Runde der KV-Verhandlungen einen Abschluss, der mindestens die Inflationsrate erreicht, wobei sie eine Inflationsrate von 3,6 Prozent als Referenzwert ansetzt.
"Seit Jahren hören wir von den Arbeitgebern, dass die Branche strukturelle Probleme hat. Dennoch gelingt es uns seit sieben Jahren Rekordergebnisse zu erwirtschaften. Das passt ja wohl überhaupt nicht zusammen", sagte GPA-Chefverhandler Wolfgang Pischinger laut Aussendung. Zumindest die Inflation müsse den Mitarbeitern abgegolten werden. Darüber hinaus fordert die Gewerkschaft Anpassungen im Rahmenrecht. So soll es einen zusätzlichen persönlichen Freizeittag für gesundheitliche Vorsorgemaßnahmen sowie das Recht auf Stundenaufstockung für Teilzeitbeschäftigte geben, hieß es vergangene Woche von der GPA zur APA.
Die Arbeitgeberseite sieht einen Abschluss über der Inflation dagegen kritisch - einerseits aufgrund der gesamtwirtschaftlichen Rahmenbedingungen, andererseits mit Blick auf die Einigungen in anderen Branchen, hieß es jüngst aus informierten Arbeitgeberkreisen zur APA. Ein offizielles Angebot gibt es von Arbeitgeberseite nicht. Man spreche freilich mit der Gewerkschaft, wolle aber noch kein offizielles Angebot kommunizieren. Die Gewerkschaft sieht das fehlende Angebot als Zeichen mangelnder Wertschätzung der Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter. Die vierte Verhandlungsrunde findet heute, Dienstag, statt.