Am Osterwochenende ereigneten sich 337 Verkehrsunfälle, bei denen vier Personen starben, eine mehr als 2025. Es gab 36 Unfälle weniger als im Vorjahr und 68 weniger Verletzte als Ostern 2025. Die Zahl der Geschwindigkeitsübertretungen stieg, 63.767 Fahrer wurden bestraft. Drei Fahrzeuge wurden vorläufig beschlagnahmt.
Im Jahr 2024 gab es fünf Verkehrstote am Osterwochenende. In den Jahren 202 bis 2022 starben jeweils vier Menschen. Die niedrigste Zahl war jeweils ein Verkehrstoter in den Jahren 2013 und 2023. Im Jahr 1976 wurden 39 Tote verzeichnet, das bisher höchste seit 1968, so das Ministerium am Dienstag.
Wie jedes Jahr zu Ostern hatte die Polizei die Verkehrsüberwachung verstärkt. Dabei wurden heuer rund 10.000 Lenkerinnen und Lenker mehr wegen Überschreitung der höchstzulässigen Geschwindigkeit beanstandet als im Vorjahr, das ist rund ein Fünftel mehr als 2025. Gegen 304 Verkehrsteilnehmer wurde wegen Trunkenheit am Steuer Anzeige erstattet (2025: 334), ein Rückgang um zehn Prozent. Weitere 81 Drogenfahrer wurden von der Polizei aus dem Verkehr gezogen, um fünf weniger als im Vorjahr (86).
288 Lenkerinnen und Lenkern wurde am Osterwochenende der Führerschein bzw. der Mopedausweis vorläufig abgenommen (2025: 274). Drei Kraftfahrzeuge wurden zu Ostern infolge extremer Geschwindigkeitsüberschreitungen von der Polizei vorläufig beschlagnahmt, im Vorjahr waren es noch fünf gewesen. "Die Polizei hat am Osterwochenende dank zahlreicher Schwerpunktkontrollen ganz entscheidend zur Sicherheit auf Österreichs Straßen beigetragen", bedankte sich Innenminister Gerhard Karner (ÖVP) in einer Aussendung bei den Beamten.
In der gesamten Karwoche, einschließlich Ostermontag, verunglückten sieben Menschen im Straßenverkehr tödlich: drei Motorrad-Lenker, ein Pkw-Lenker, ein E-Bike-Lenker, ein Fußgänger und ein Pkw-Mitfahrer. Vier Verkehrstote wurden in der Vorwoche in Niederösterreich und jeweils einer in Oberösterreich, Salzburg und der Steiermark beklagt. Vermutliche Hauptunfallursachen waren in drei Fällen eine nicht angepasste Geschwindigkeit, in zwei Fällen Unachtsamkeit/Ablenkung und in je einem Fall Alkohol, Drogen oder Medikamente und Überholen.
Vom 1. Jänner bis 6. April 2026 gab es im österreichischen Straßennetz vorläufig 70 Verkehrstote. Im Vergleichszeitraum 2025 waren es 77 und 2024 insgesamt 62 gewesen. Die meisten Opfer gab es heuer mit 26 in Niederösterreich, gefolgt von 15 in der Steiermark und 14 in Oberösterreich. In Salzburg starben im Straßenverkehr acht Menschen, in Vorarlberg drei und in Tirol und Kärnten jeweils zwei. Noch keine Verkehrstoten gibt es in Wien und dem Burgenland.