In Wien-Alsergrund entzog sich der Lenker eines weißen Kastenwagens am Montagvormittag einer Anhaltung, nachdem er mit erhöhter Geschwindigkeit unterwegs war. Er gefährdete dabei mehrere Polizisten, die sich teils mit einem Sprung zur Seite retten mussten.
Beamte des Stadtpolizeikommandos Josefstadt führten gegen 10 Uhr in der Türkenstraße einen Verkehrsschwerpunkt mit Fokus auf Geschwindigkeitsüberschreitungen durch. Dabei wurde ein weißer Kastenwagen mit 48 km/h gemessen, obwohl in diesem Bereich eine Höchstgeschwindigkeit von 30 km/h gilt. Als die Polizisten den Lenker anhalten wollten, reagierte dieser nicht, beschleunigte und setzte seine Fahrt fort.
Im Zuge der Flucht mussten zwei Beamte zur Seite springen, um einen Zusammenstoß mit dem Fahrzeug zu vermeiden. Im Kreuzungsbereich mit der Roßauer Gasse touchierte der Kastenwagen dann ein geparktes Auto und beschädigte dieses.
Kurz darauf fanden die Polizisten das Fahrzeug in der Kolingasse abgestellt und versperrt vor, jedoch ohne Lenker. Ermittlungen führten zur Wohnadresse des Zulassungsbesitzers, eines 47-jährigen Mannes, der aber angab, nicht selbst gefahren zu sein.
In weiterer Folge stellte sich heraus, dass sein 20-jähriger Sohn das Fahrzeug gelenkt hatte. Der österreichische Staatsbürger zeigte sich geständig und wurde mehrfach auf freiem Fuß angezeigt. Einen triftigen Grund für die Flucht konnte der Mann bei der Einvernahme nicht angeben.