Im Prozess gegen eine Jugendbande am Wiener Landesgericht wurden mehrjährige unbedingte Haftstrafen gegen drei Jugendliche – darunter auch den 16-jährigen Hauptangeklagten – verhängt. Es erfolgte keine Verurteilung wegen versuchten Mordes.
Mit mehrjährigen unbedingten Haftstrafen ist am Donnerstag am Wiener Landesgericht der Prozess gegen drei halbwüchsige Burschen zu Ende gegangen, die als Haupttäter einer gewalttätigen Jugendbande zur Verantwortung gezogen wurden. Der 16-jährige, aus Rumänien stammende Hauptangeklagte fasste drei Jahre und zehn Monate aus. Ein 17-jähriger Rumäne bekam drei Jahre unbedingt, ein 16 Jahre alter Syrer zwei Jahre unbedingt.
Im zentralen Anklagepunkt – der Misshandlung eines 18-Jährigen, dem wiederholt gegen den Kopf getreten wurde, ehe er bis zur Bewusstlosigkeit gewürgt wurde – erfolgte keine Verurteilung wegen versuchten Mordes. Der Schöffensenat ging von einer absichtlichen schweren Körperverletzung aus. Die Gruppierung war von Ende Juni bis Ende August 2025 in einer Vielzahl von Fällen mit äußerster Gewalt und getragen von evidentem Sadismus und Empathielosigkeit gegen Wohnungslose, Suchtkranke und vermeintliche Pädophile vorgegangen.
Die angeklagte Bande umfasste insgesamt acht Burschen und ein 15-jähriges Mädchen, die Ex-Freundin des Hauptangeklagten. Vier Angeklagte wurden in erster Instanz bereits zu bedingten, zwei zu teilbedingten Haftstrafen verurteilt.