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Bauern-Demo in Wien für "bessere Zukunftsperspektiven"

1-04-2026, 18:19

Am Dienstagnachmittag demonstrierten in Wien zahlreiche Bauern für bessere Zukunftsperspektiven. Der Verein "Bündnis Zukunft Landwirtschaft" organisierte die Proteste. Gefordert wurden eine verpflichtende Herkunftskennzeichnung für verarbeitete Lebensmittel und der Abbau bürokratischer Hürden. Die Kundgebung begann um 13.00 Uhr vor dem Landwirtschaftsministerium und endete vor dem Parlament.

Die Veranstalter berichteten von über 200 Traktoren, die an der Demo auf der Ringstraße teilnahmen. Zuvor hatten Landwirtschaftsminister Totschnig, der ÖVP-Bauernbund, die FPÖ und Greenpeace Verständnis für die Anliegen der Landwirte geäußert.

Neues "Bündnis Zukunft Landwirtschaft" sieht Existenz "vieler Höfe gefährdet"

"Wir agieren überparteilich und wollen uns nicht parteipolitisch vereinnahmen lassen", sagte Vereinsgründer Sebastian Bauer zur APA. Man richte die Forderungen unter anderem an das Landwirtschafts-, Wirtschafts- und Gesundheitsministerium, so der Bauernvertreter. Der Verein mit Sitz in Pamhagen (Neusiedl am See) wurde Anfang März ins Vereinsregister eingetragen. Angesichts steigender Kosten für Diesel und Dünger sowie stagnierender Preise für landwirtschaftliche Produkte sieht das "Bündnis Zukunft Landwirtschaft" die Existenz "vieler Höfe gefährdet". Ziel der Versammlung sei "ein gemeinsamer Schulterschluss der landwirtschaftlichen Interessenvertretungen, um auf die angespannte wirtschaftliche Lage der Betriebe aufmerksam zu machen".

Die vom "Bündnis Zukunft Landwirtschaft" geäußerten Forderungen sind für Landwirtschaftsminister Totschnig "völlig berechtigt". Er habe mit den Organisatoren der Kundgebung bereits am vergangenen Freitag im Landwirtschaftsministerium über diese Anliegen gesprochen. Totschnig hatte zuletzt die Wiedereinführung der Ende 2025 ausgelaufenen Diesel-Steuerbegünstigung für Landwirte und ein Aussetzen der CO2-Grenzsteuer auf Düngemittel gefordert. "Entscheidend ist jetzt der Schulterschluss, damit wir rascher Ergebnisse für unsere Bäuerinnen und Bauern und für die Bevölkerung erzielen", so Bauernbund-Präsident Georg Strasser. Auch die Freiheitlichen unterstützen die Bauernproteste. Die FPÖ stelle "sich zu 100 Prozent hinter die Anliegen der unabhängigen Plattform Bündnis Zukunft Landwirtschaft", so der freiheitliche Landwirtschaftssprecher Peter Schmiedlechner. Greenpeace fordert erneut von Landwirtschaftsminister Totschnig eine verpflichtende Herkunfts- und Haltungskennzeichnung.

(APA/Red)

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