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März überdurchschnittlich warm und trocken

Heute, 14:50

Laut Geosphere Austria war der März in Österreich frühlingshaft warm und sehr niederschlagsarm. Es war der 22.-wärmste März in der 260-jährigen Messgeschichte im Tiefland. Im Osten gab es kaum Niederschläge, und der Norden und Osten waren besonders sonnig.

"Trotz der langen Hochdruckphase mit wenig Bewölkung, die eigentlich anfällig für Nachtfröste ist, gab es speziell unterhalb von 1.000 Metern Seehöhe relativ wenig Frost", so Klimatologe Alexander Orlik von der Geosphere. In den Bergen sowie im Süden und Westen Österreichs war es ungewöhnlich warm. Im Tiefland lag die Temperatur um 1,2 Grad über dem Durchschnitt von 1991-202 und um 2,5 Grad über dem von 1961-1990. In den Bergen betrug die Abweichung 0,7 bzw. 2,0 Grad, was den März zum 36.-wärmsten seit 1851 macht.

Innsbruck mit höchster Lufttemperatur im März

Mit 20,4 Grad bei der Messstation Innsbruck-Universität sicherte sich die Stadt in Tirol den Spitzenplatz bei der Lufttemperatur. Am kältesten war es unter 1.000 Metern Seehöhe am 28. März in Ehrwald in Tirol mit minus 13,7 Grad. Am selben Tag erreichte Lech in Vorarlberg auf 1.442 Metern Seehöhe minus 15 Grad.

Generell war es im März in diesem Jahr in vielen Teilen des Landes deutlich zu trocken. Die Regionen mit den größten negativen Abweichungen zum Klimamittel waren die östliche Hälfte Salzburgs, Oberösterreich, das westliche Waldviertel, die Steiermark, das Südburgenland und Teile Unterkärntens, wie es in einer Aussendung von Geosphere hieß.

Zweigeteilt zeigte sich das Bild bei den Sonnenstunden. In der ersten Monatshälfte gab es viel, in der zweiten viel weniger. Die sonnigsten Orte mit jeweils 207 Sonnenstunden waren Podersdorf im Burgenland und der Brunnenkogel in Tirol. In Litschau in Niederösterreich wurden laut Auswertung der Experten mit 158 um 29 Prozent mehr Sonnenstunden registriert als im langjährigen Mittel 1991-2020.

Blühbeginn bei Pflanzen teils früher als im Schnitt

So manche Pflanzen und Bäume blühten heuer schon früher als sonst. Die Salweide begann bereits sechs Tage vor dem mittleren Blühbeginn im Zeitraum von 1991 bis 2020 zu blühen. Der Blühbeginn von Forsythie und Marille war ebenfalls verfrüht und setzte jeweils zehn Tage früher ein als im Mittel von 1991 bis 2020. Zudem gab es bereits erste ähnliche Beobachtungen bei der Süßkirsche sowie zum Laubaustrieb von Lärche und Rosskastanie.

(APA/Red)

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