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Pläne für Neugestaltung von Wiener Ring präsentiert

Heute, 13:26

In Wien wurden Pläne zur Umgestaltung der Wiener Ringstraße vorgestellt. Bis 2030 soll der Fußgänger- und Radverkehr größtenteils getrennt werden. Nebenfahrbahnen werden in Radwege umgewandelt und sandgelb markiert. Der Umbau erfolgt abschnittsweise, beginnend im Herbst am Schottenring. Die Anzahl der Fahrspuren auf der Hauptfahrbahn bleibt unverändert.

Das neue Konzept für den Wiener Ring, das als eines der zentralen Projekte von Rot-Pink betrachtet wird, wurde gemeinsam von der Planungs- und Verkehrsstadträtin Ulli Sima (SPÖ), NEOS-Klubchefin Selma Arapovic und dem Bezirksvorsteher des ersten Bezirks, Markus Figl (ÖVP), präsentiert. Zukünftig sollen Fußgänger und Radfahrer weniger häufig in Konflikt geraten. Derzeit ist der Radweg am Ring eng an die Fußgängerzonen angebunden. An unübersichtlichen Abschnitten treten immer wieder Probleme auf.

Umgestaltung von Wiener Ring in Etappen

Das soll in Zukunft der Vergangenheit angehören, wenn auch nicht auf beiden Seiten des Prachtboulevards. Die sukzessive Umgestaltung sieht vor, dass jeweils ein Bereich an der Innen- oder der Außenseite gestaltet wird - was sich nach der Intensität der Nutzung richtet. Beim Schottenring bedeutet dies, dass man sich dem inneren Teil widmet. Dort wird die Nebenfahrbahn weitgehend zur 4,50 Meter breiten Bike-Zone, die in beide Richtungen befahren werden kann. Für Autos werden aber Zufahrtsbereiche etwa bei Hotels oder beim Ringturm geschaffen.

Farblich lehnt man sich an die ursprüngliche Gestaltung der Straße an. An den Seitenbereichen des Rings gab es einst Reitzonen, wie der Historiker Harald Stühlinger von der Technischen Universität Wien erläuterte. Der helle Braunton, der an den damals verwendeten Schotter erinnern soll, wird dabei nicht aufgepinselt, sondern in den Asphalt eingearbeitet, wie Sima erklärte. Das soll die Haltbarkeit erhöhen.

Kennzeichnung bei Querungen auf dem Wiener Ring

Die Allee zwischen Haupt- und Nebenfahrbahn sowie die Gehsteige an den Häuserfronten werden den Fußgängerinnen und Fußgängern gehören. Um das Überqueren des Radwegs zu erleichtern, wird es linsenartige Pflasterungen geben, die dem Radverkehr signalisieren sollen, dass hier mit Fußgängern zu rechnen ist. Die Einbauten werden allerdings nicht erhaben ausgeführt, können also nicht versehentlich gerammt werden.

Karte, Umgestaltung der Nebenfahrbahnen in vier Bauphasen.

Die Fertigstellung des ersten Teils ist laut Sima für Mitte 2027 geplant. Die Kosten dafür sollen bei einem einstelligen Millionenbetrag im "mittleren Bereich" liegen.

(APA/Red)

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