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Laden günstiger als Tanken: Ölkrise macht E-Autos wieder deutlich attraktiver

26-03-2026, 05:00

Die hohen Kraftstoffpreise machen Elektroautos attraktiver. Das Aufladen zu Hause war bereits vor dem Anstieg der Ölpreise günstiger als das Tanken, doch seit Benzin und Diesel 2 Euro oder mehr kosten, kann man mit E-Autos noch mehr sparen. Bei den aktuellen Preisen belaufen sich die Kosten für 100 Kilometer mit einem Verbrenner auf 13 bis 15 Euro, während es bei Elektroautos zwischen 6 und 13 Euro liegt, abhängig davon, ob man zu Hause lädt oder Schnelllader unterwegs nutzt. Noch günstiger fährt man mit Strom von der eigenen PV-Anlage.

Ein Auto mit Dieselmotor, das 6 Liter pro 100 Kilometer verbrennt, kommt bei einem Literpreis von 2,19 Euro auf Spritkosten von 13,14 Euro für 100 Kilometer, ein Benziner mit einem Verbrauch von 7,5 Liter pro 100 Kilometer kommt bei einem Preis von 1,89 Euro pro Liter auf 14,18 Euro. Ein E-Auto, das 19 Kilowattstunden (kWh) pro 100 Kilometer verbraucht und ausschließlich zuhause geladen wird, kostet bei den derzeitigen Strompreisen von unterm Strich 34 Cent pro kWh pro 100 Kilometer 6,46 Euro. Wer Schnellladestationen nützt, wo der Strom 0,69 Euro pro kWh kostet, kommt auf 13,11 Euro pro 100 Kilometer.

Mit PV-Strom kosten 100 E-Auto-Kilometer nur 1,14 Euro

Am günstigsten lassen sich 100 Kilometer mit Strom von der eigenen Photovoltaikanlage zurücklegen. Wenn man davon ausgeht, dass man für jede ins Netz eingespeiste Kilowattstunde Strom eine Vergütung von 6 Cent erhält, kosten 100 Kilometer nur 1,14 Euro.

Allerdings: Welches Fahrzeug über die gesamte Behaltedauer tatsächlich günstiger ist, hängt laut Berechnungen des ÖAMTC von vielen anderen Faktoren wie Kaufpreis, Wertverlust, Wartungskosten und der persönlichen Fahrleistung ab. Denn die Hälfte bis zwei Drittel der monatlichen Autokosten von im Schnitt 500 Euro entstehen versteckt durch den Wertverlust - fallen also weder beim Tanken noch beim Laden auf.

(APA/Red.)

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