Der Parallelbetrieb des eAMS-Kontos für Arbeitssuchende und der neuen Online-Plattform MeinAMS wird vom Arbeitsmarktservice (AMS) eingestellt.
Der Wechsel von der alten eAMS-Plattform zu MeinAMS sei bis zum 10. April weiterhin möglich. Jene, die bis zu diesem Zeitpunkt nicht gewechselt haben, erhalten automatisch die Mitteilung, dass das AMS bis zur Neuregistrierung auf postalischem Wege mit ihnen in Kontakt treten wird. Über 440.000 Personen hätten bereits den Wechsel vollzogen, wobei ein Drittel die ID Austria dafür genutzt habe, so das AMS.
Die Umstellung habe bei den meisten Personen "reibungslos" funktioniert. Aufgrund fehlender durchgängiger digitaler Identitäten habe es jedoch rund 14.000 Fälle gegeben, die einzeln geklärt werden mussten, weil etwa Namen in unterschiedlichen Registern unterschiedlich geschrieben seien. Die meisten dieser Fälle konnten durch die Servicelines telefonisch oder per Mail gelöst werden, so das AMS. Im Allgemeinen sei die Anzahl der Anfragen um Unterstützung in den Servicelines aber stark rückläufig. "Das ist ein Zeichen, dass Kund_innen unsere neue Plattform gut annehmen. Wir sind jetzt im Normalbetrieb angekommen", so AMS-Chef Johannes Kopf.
MeinAMS ist der Zugang für alle eServices des Arbeitsmarktservice. Arbeitskräfte können sich digital zur Arbeitssuche melden, Arbeitslosengeld oder Förderungen beantragen, Termine verwalten oder Bewerbungen dokumentieren. Für Personen mit einem bestehenden eAMS-Konto ist kein neuer Registrierungsprozess erforderlich, sie können direkt auf MeinAMS umsteigen. Arbeitslose, die sich erstmals registrieren müssen, haben zwei Möglichkeiten: Die vom AMS empfohlene Variante ist eine Registrierung über die digitale Authentifizierung ID Austria. Wer noch über keine ID Austria verfügt, kann sich auch mit einer gültigen E-Mail-Adresse und einem selbstgewählten Passwort registrieren. Die Registrierung mit E-Mail-Adresse und Passwort kann laut Arbeitsmarktservice mehrere Tage dauern, da ein RSA-Brief zur Bestätigung der Identität per Post versendet wird.